Sonntag, 29. Dezember 2019

Naturkatastrophen allenthalben


Die Philippinen werden mit zuverlässiger Regelmässigkeit von Naturkatastrophen heimgesucht. Am 15. Dezember erschütterte ein Erdbeben der Stärke 6.9 auf der Richterskala den Süden Mindanaos. Die Bauten hier haben bei einem Beben von dieser Stärke keine Chance. Es gab weitflächige Zerstörungen und noch mehr Elend.

Kaum war das Beben vorbei kam ein Typhoon vor Weihnachten und verwüstete ebenfalls grosse Flächen mit Häusern, Strassen und Geschäften. Meistens handelt es sich um "Gebäude" aus sogenannten leichten Materialien gebaut. Die halten natürlich nichts aus! Aber damit nicht genug!

Genau am 24.12.2019  also an Weihnachten verwüstete eine weiterer Typhoon (Ursula) wieder diverse Regionen. Darunter auch aufbau Gebiete, welche von dem Typ 5 Typhoon Haiyan (Yolanda) 2013 bereits verwüstet wurden. Die Natur lässt den Leuten hier absolut keine Ruhe!

Übrigens werden die internationalen Typhoon Namen hierzulande nicht übernommen. Das wäre ja viel zu einfach. Nein, jeder Sturm bekommt in den Philippinen einen eigenen Namen!



























Samstag, 28. Dezember 2019

Besinnliche Weihnachten in den Philippinen



Jedes Jahr ab dem 1. September bis Anfang Februar dröhnen in den Warenhäuser nur noch die amerikanischen Weihnachtsschnulzen aus den Lautsprechern. Es gibt Weihnachtsbäume bei welchen jede künstliche Tannenadel mit Farbdeko zugemacht wird. Es darf möglichst wenig Grün zu sehen sein.
Ab Anfang Dezember reisen noch die Filipinos an welche im Ausland arbeiten (OFW). Das sind natürlich auch wieder Millionen. Strassen, welche normalerweise noch einigermassen befahrbar wären, sind dann auch völlig zu!

Sollte man das Glück haben, einen Parkplatz zu erhaschen, dann stösst man dann in den Warenhäusern auf ungeheure Menschenmassen. Es ist als ob die 100 Millionen alle in ein Kaufhaus wollen. Man sollte meinen, dass dann das eigentliche Weihnachtsfest ein grosser Hype wäre. Aber weit gefehlt. In der sogennten "Noche buena" wird einfach mit dem Essen bis Mitternacht gewartet und vorher gesungen (Karaoke) und gesoffen was das Zeug hält. Und dann ist der ganze Spuk auch schon wieder vorbei. Selbstverständlich bleibt die Weihnachtsdeko noch bis Anfang Februar und dann ist ja schon bald wieder September...

Letztes Jahr waren wir wieder mal über Weihnachten in der Schweiz. Früher glaubten wir, es hätte viele Leute bei uns in den Läden. Wir sind nun eines Besseren belehrt worden. Geniesst die Weihnachten in der Schweiz inklusive schlechtem Wetter. Ich kann Euch versichert. Es ist wie Ferien für uns!

In diesem Sinne... Alles Guten im neuen Jahr. Ich freue mich schon wieder auf die Schweiz im Juli, dann kann ich wieder  angstfrei Auto fahren...

 Kauf eines Notstromgenerators


Nach unserem Herbstaufenthalt in der Schweiz sind wir erholt wieder zurück im Kampf ums Alltägliche!

Überall dutzende Security und Überwachungskameras. Ja, wir sind zurück in den Philippinen!

Wir kamen Ende Oktober in den Philippinen an und nur wenig später verdüsterte sich die Situation an der Wetterfront. Ein Typhoon schien genau über unsere Region zu ziehen. Ein befreundetes Ehepaar aus der Schweiz hatte dies schon zweimal erlebt. Stromausfälle bis 5 Tage und kein Wasser waren die Folgen. Auch aus diesem Grund wollten wir schon lange einen Notstrom Generator zulegen. Also machten wir uns auf die Suche...
Im Kaufhaus AllDays wurden wir fündig. Einen Diesel Generator 5000 Watt in "silent" Ausrüstung. Wie hierzulande üblich, kauft man kein funktionierendes Gerät! Die Kabel zum Spezial Stecker fehlen. Die Batterie ist defekt. Das Gerät stand 1-2 Jahre im Laden. Das ist hier absolut normal. Batterie hat es natürlich keine an Lager. So fuhren wir unter dem Druck des nahenden Typhoons zu einem Auto und Motorrad Batterie Händler. Dieser hatte aber auch keine Batterie mit den richtigen Anschlüssen...
Wir fuhren zurück zum Verkäufer und verlangen einen Testlauf mit einer funktionierenden Batterie.
Der Testlauf kam zustande. Es wurde eine grössere Batterie eingebaut. So konnten wir hören, wie der "silent" Generator einen Höllenlärm von sich gab. Man kann ihn mindestens 500 Meter weit hören!
Aber er hat wenigstens einen "SILENT" Kleber auf der Front :)

Gegen Abend, es fing bereits an zu regnen, wurde dann der Generator geliefert. Selbstverständlich mussten wir die Kabel bezahlen. Die seien nicht inbegriffen!
Der Trupp fuhr weg und ich fing an die Batterie zu laden. Mittlerweile erfuhren wir online, dass der Typhoon genau über uns ziehen wird. Er wurde am nächsten Mittag erwartet.
Am Morgen versuchte ich den Generator zu starten. Er machte keinen Wank. Dabei sah ich, dass sie wieder die defekte Batterie eingebaut hatten. Welcome in the Philippines.
Also zurück zum Laden und ich verlangte das das Ding zurückgenommen wird. Dies verursachet nun doch etwa Hektik im Laden! Es wurde ein Techniker der Herstellerfirma avisiert. Mittlerweile war der Typhoon da und zog nun zum Glück 150 Km südlicher durch. So bleiben wir vor längeren Stromausfällen bewahrt.

Am nächsten Tag kam ein Techniker und ersetzte die Batterie kostenlos was hierzulande ein kleines Wunder ist. Aber man muss doch noch erwähnen, dass der Generator schliesslich 1650 CHF gekostet hat! Eine menge Geld hierzulande!
Nun haben wir beim nächsten Typhoon einen funktionierende Generator. Der nächste Typhoon heiss gerade mal eine Woche Abstand auf dem selben Kurs...

Den Generator haben wir übrigens nur 3 Wochen später beim Ausbruch des Vulkans Taal über eine Woche non stopp gebaucht! Sie meinen Blog: "Ausbruch des Taal Vulkans"





Auch nach dem Taal Erlebnis haben wir ständigen Stromausfall. Bei jedem kleinen Gewitter, wenn es ein wenig blitzt, fällt der Strom aus. Die Infrastrukturen hier sind absoluter Schrott!