Dienstag, 23. Juni 2020

Essen in den Philippinen


Lieber Leser, Sie mögen sich fragen warum die philippinische Küche in der Gastrowelt keine Rolle spielt. Anders als die Küche aus Thailand zum Beispiel, welche weit verbreitet und beliebt ist.

Ich kann Ihnen genau sagen, warum das so ist. Essen in den Philippinen hat einen anderen Zweck als etwa die europäische oder eben thailändische Küche. Sogar China liegt eindeutig weit vor der philippinischen Küche.
Nun in unserem Kulturkreis geht es darum, Essen möglichst verfeinert und schmackhaft zuzubereiten. Das Angebot an Zutaten ist schlicht riesig und in sehr guter Qualität überall verfügbar.
Entsprechend ist denn auch das Ergebnis, welches Gastronomie zum Erlebnis der Sinne macht.

Ganz anders in den Philippinen. Hier geht es darum, möglichst günstig die hungrigen Mäuler zu stopfen! Alles andere ist reiner Luxus hier. Immer derselbe, geschmacklose weisse Reis dazu ein ganz klein wenig Fleisch (meist Geflügel) ganz wenig Sojasauce fertig! Mini Portiönchen.
Da gibt es zum Beispiel eine Spezialität des Landes das nennt sich: "Crispy Pata" welches eigentlich Osso Bucco sein sollte. Aufgetischt werden reine Knochen, mit ganz wenig Fleischresten. Als uns dies das erste Mal aufgetischt wurde, sagte ich dem Kellner, er solle doch bitte diese Hundeknochen entfernen. Das meldete sich der Bruder meiner Frau und meinte er habe dies bestellt das sei Crispy Pata!

Gemüse gibt es wenig und wenn dann eigene Sorten. im Flachland wächst absolut nichts. Ein bekannter hat mal Rüebli gesät. Sie wurden höchstens 2 cm lang!
Gemüse kommt ausschließlich aus einer Bergregion. Deshalb kostet Gemüse mehr als in der Schweiz! Relativ günstig ist Fleisch. Aber eben, die Qualität für uns Europäer lässt zu wünschen übrig! Eine Eigenart hier ist auch, dass fetthaltiges Fleisch teurer ist als die raren Filets. Die Philippinen essen nicht nur süss, sondern auch sehr fettig!
Es kommt nicht von ungefähr, dass 63% aller über 50 jährigen an Diabetes leiden!

Crispy Pata, wie soll da jemand satt werden!


















Verwendet wird immer das ganze Tier. Man kann Fischköpfe, Schweineköpfe, Klauen und Hühnchen Füsse kaufen. Alles wird gekocht und serviert. Hauptsache billig. Voila das ist die simple Erklärung Ursache wie alles hier: Armut!

Dazu getrunken wird hier in Massen süsser IceTea!

Fischköpfe werden gekocht und verspeist



Hier ein anderes beliebtes Menü
Etwas besser sind die Desserts. Es gibt 1000 verschiedene Süssspeisen alle auf Klebreis basierend. Kennt man eine, kennt man alle! Gleich ob Lila, schwarz, braun, rot oder grün. Es schmeckt alles gleich. Da gibt es noch die Lila Erdäpfelknolle. Sie heisst hier "Ube" und dient also unzähligen Süssspeisen als Grundlage. Was ich persönlich sehr gerne mag ist Lecheflan. Ein Pudding aus Eiern und Zucker. Der ist gut!




Leche flan schmeckt gut

Als Europäer geht man besser in eine Gegend, welche sehr gut erschlossen ist. Dort hat man wenigstens Restaurants, welche geniessbaren Food servieren. Was aber Europäisch aussieht oder tönt ist bei Weitem nicht so. Höchstens die Uniformen alles andere ist Philippinisch Europäisch und das ist ein grossen Unterscheid, glauben Sie mir.




So sind zum Beispiel die Spaghetti stark gesüsst! Philippino style heisst dies hier. Sie finden nirgends in den Lebensmittelgeschäften ungesüsste Spaghettisauce! Das Brot ist überall süss! Sogar im McDonalds! Kuchen ist ungeheuer süss! Es gibt wenig Auswahl in den Läden. Sämtliche Torten sind mit einer Fettcrème bestrichen und gefüllt. Bei der Sorte Schokolade sind zwar die Torten braun aber von Schokolade weit entfernt! Das ist alles aromatisiert und gefärbt.

Das Nationaldessert heisst: Halo Halo. Es besteht aus 90% Eis und ein ganz wenig Glace. Dazu werden Süssbohnen und das allgegenwärtige grell gefärbte geschmacklose Geleearten. Manchmal hats noch Maiskörner und ein paar Bananerädchen dabei. Dafür kostet es fast nichts. Aber ich ziehe eine Icecrème eindeutig vor!



Übrigens sind die Lebensmittelpreise in den letzten 5 Jahren erheblich gestiegen! Als 4 Köpfige Familie benötigen wir heute bis zu 4'000 US Dollar pro Monat für den Lebensunterhalt mit einem Haus! Darin eingerechnet auch die monatlichen Reparaturen. Dazu habe ich aber einen eigenen Blog geschrieben!
Alternativ können Sie natürlich auf eine Insel ziehen und von Reis und Fisch leben. In der zivilisierten Umgebung aber sind die Preise mittlerweile sehr hoch!


Freitag, 5. Juni 2020

TV Programm


Lieber Leser. Hier mal ein Wort zum TV Programm in den Philippinen. Sie können es kaum glauben, aber das Hauptprogramm ist bankrott. Wie alles in diesem Land basierte der beliebteste Sender hierzulande auf Franchising. Unglaublich aber wahr. Die konnten das Franchising nicht mehr bezahlen und jetzt ist Sendeschluss. ABS-CBN umfasste mehrere Sender und eine Vielzahl von angestellten.

Eine andere Story ist das gebotene Fernsehprogramm selber. Damit könnten Sie in der Schweiz gerade mal Kindergärtler unterhalten. Einfachste Sendungen mit rudimentärsten Studiodekorationen. Man muss es gehen haben, sonst glauben Sie mir das nicht. Spiele mit Plastikflaschen und Schnüren wie bei uns zum Kindergeburtstag. Ich sitze ständig mit einem iPad mit noise cancelling Ohrhörern im Wohnzimmer, um diesen Quatsch nicht mitzubekommen.

Dann sind da noch die Gewaltfilme mit dutzenden von totgeschossenen Statisten, zur besten Kinder Sendezeit. Die ganze Gewalt macht nichts, solange nicht ein Nippel zu sehen ist. Das wäre hier ein Riesen Skandal! Unglaublich, dieses Land! Für uns Europäer absolut nicht zu verstehen!

Dafür gibts mehrmals am Tag religiöse Trostparolen im TV. Für viel der einzige Trost in dieser Tristesse hierzulande.

Dienstag, 14. April 2020

Genug ist genug!

Vor ein paar Monaten kauften wir für Juliet ein Fahrzeug für behinderte, mit welchem Sie alleine in die Läden in der Ayala Mall fahren kann. Ich kann ja mal krank werden und dann sind wir verloren! Natürlich wurde uns bestätigt, dass man damit überall hin fahren kann!

Heute wollten wir nun einmal mit diesem Fahrzeug in die Nähe der Läden fahren. Beim ersten Gate war noch alles ok. Beim 2. Gate verbot man uns die Durchfahrt, weil 3 rädrige Fahrzeuge nicht erlaubt seien. Und dies auf völlig abgelegener Strasse! Wir kauften also dieses Fahrzeug für mehrere Tausend Dollar für nichts!

Ständig kämpfen wir hier um Grundrechte! Ich habe nun von dieser Willkür in diesem Land genug und plane die Rückkehr in die Schweiz.




Es ist nun Juni und mittlerweile haben wir eine Sonderbewilligung um dem Gefährt einkaufen fahren zu können. Absolut lachhaft aber so ist es hier. 

Dienstag, 7. April 2020

Corona Situation (COVID19)

Allgemeine Situation

Hier in den Philippinen wurde die Reissleine relativ früh gezogen und alles abgesperrt (lockdown). Anders als in Europa, sind die Leute hier aber praktisch auf sich gestellt. Hilfe gibt es nur sehr vereinzelt. Nach 2 Wochen gab es nun einen kleinen Aufstand in Manila, vom Hunger getrieben protestierten die Leute auf der Strasse! Dagegen wird vom Staat nicht etwa Food, nein es müssen auch Gewehre eingesetzt werden. Schrecklich und je länger der Lockdown dauert desto mehr Leute haben Hunger und kämpfen ums nackte Überleben!
Wie die Leute hier überleben ist mir en absolutes Rätzel! Kein Einkommen weit und breit!

Die Fälle an erkrankten sind momentan noch im humanen Bereich. Allerdings wird hier nicht wirklich viel getestet und sozial distancing ist bei diesen Menschenmassen nur sehr schwer machbar! Manila hat 48'000 Personen pro Quadratkilometer!!!

Die Schweiz hat gerade mal 207 Personen im Schnitt. In Bern sind es gerade mal 2595 Personen pro Quadratkilometer und manche reden von Überbevölkerung :)

Diskriminierung

Wir haben nun schon Juni und immer noch ist das Meiste geschlossen. Über 59 jährige dürfen nirgends mehr hin. Also ist mein Alter von jetzt an 58! Zum Glück sehe ich viel jünger aus. Das schätze ich nun ungemein. Nebst der Diskriminierung der Ausländer (die dürfen hier gar nichts) werden nun auch noch die älteren und behinderten diskriminiert!
Ich hoffe sehr, dass ich im September in die Schweiz reisen kann. Ich muss mich dringend von diesem Sumpf hier erholen!

Seit froh, gehört ihr zu den Privilegierten mit einem super Gesundheitswesen mit hoher Kapazität und disziplinierten Leuten (meistens). Auch werden die Massnahmen diskutiert und nicht nur einfach verordnet. Es gibt mehrmals wöchentlich Pressekonferenzen! Was für ein Unterschied!

Gesundheitsbehandlung zu Corona Zeiten

Vor drei Wochen bekam ich eine Angina mit vereiterten Mandeln (Tonsilitis). Im nahe gelegenen Spital dreht sich alles nur noch um corona. Spital voll, Zelte draussen. Ein Doktor kam auf den Parkplatz und verlangte erstmal einen Corona Test und ein Röntgenbild. Erst dann wollte er mir Antibiotika verschreiben. Eine absolute Nötigung. Mit einem negativen Test aber mit Tonsilitis verliess ich dass das super Spital wieder. Täglich bereue ich, in diese Land gezogen zu sein!

Heute kauften wir in einem grossen Shop für Apple Produkte Ersatzteile für Ipad und Iphone. In den grossen Shop dürfen nur gerade 2 Kunden rein. Dies sieht nicht nur grotesk aus es ist grotesk. Der Rest sitzt draussen und wartet. Ein weiteres Beispiel von vielen das zeigt, dass man hier mit den Leuten nach Belieben umspringen kann!

Schulen 

Die Schulen bleiben hier alle geschlossen. Man will dies solange tun, bis ein Impfstoff zur Verfügung steht. Dabei ist ja nicht mal klar, ob ein Impfstoff überhaupt genügend wirkt! Wenn ich den Bildungsstand hier ansehe und nun die geschlossenen Schulen: Das ist eine weitere Tragödie in diesem Land.

Überall kann man zudem verfolgen, wie die Armut sich weiter ausbreitet. Irgend jemand hat mal was von Homeschoolling ind die Welt gesetzt. Abe in einem Land wo die meisten nicht mal einen Bleistift kaufen können, wie soll das um Gottes Willen funktionieren! Da sind keine Computer vorhanden und selten Internet!


Montag, 3. Februar 2020

Im Maskenland




Hallo liebe Leser, ja , ich laufe im Land der Masken ebenfalls mit einer Maske herum... Zuerst wegen des Staubes der Vulkanasche und nun noch wegen des Virus. Es sieht gespenstisch aus, überall den Leuten ohne Gesicht zu begegnen. Apokalyptisch eben. Sie können sich ja vorstellen, dass von einem Wohlfühlen keine Rede sein kann!

Nein, langweilig wird es einem hier wirklich nie. Aber es dominieren eher die unschönen Zeiten hierzulande. Die Problematik des Vulkanausbruchs habe ich ja schon im Blogg: "Ausbruch des Taal Vulkans" beschrieben. Hier noch ein paar Bilder der umfangreichen Aufräumarbeiten...




Tote Bäume...



Asche überall





Aber eben, auf die eine Katastrophe folgt sofort die nächste...

Freitag, 17. Januar 2020

Ausbruch des Taal Vulkans 2020


Der Ausbruch

Am Sonntag, den 12.Januar 2020 war ich mit meinem Bike in der Region Nuvali unterwegs. In der Region ist unser Heim und liegt 24 Km südlich des Taal Vulkans und der Provinz Hauptstadt Tagaytay. 
Ich hörte gegen 16:00 donnern und sah in meinem Rücken Blitze aus einer Wolke hervor zucken. Ich radelte schneller, obwohl sonst der Himmel nur wenig bewölkt war. Ich wollte nicht nass werden. 
Die Wolke war braun anstatt wie üblich schwarz das war schon eigenartig. Zu hause angekommen, startete ich meinen Mac im Büro und hatte die Wolke Genau im Blickfeld. Es donnerte ständig und die Blitze kamen vom Boden her Richtung Himmel. Zugleich fiel es an zu regnen. Aber nicht Wasser, nein ein Asche- Sandgemisch kam vom Himmel herunter. Im nu war alles bedeckt wie bei uns im Winter mit Schnee. Es stank fürchterlich nach Schwefel. Dann hörten wir aus dem TV, dass der Taal Vulkan ausgebrochen sei. 


Hier von meinem Büro aus, am Sonntag 12. Januar 2020 um ca. 16:30 Uhr



Hier ein Bild vom Tatort aus Tagaytay. Mans sieht deutlich, dass der Vulkan eigentlich klein ist, aber sehr aktiv!

Die ganze Nacht über regnete es Asche vom Himmel. Um 17:00 Uhr fiel der Strom aus. Wir hatten 3 Wochen zuvor eine teure Anschaffung getätigt und einen Diesel Generator gekauft. Diesen starteten wir um 10 Uhr nachts, als der Strom ausblieb. Wir verkabelten das Haus fliegend und schlossen die wichtigsten Verbraucher an den Generator an. 
Am nächsten Morgen sah es bei uns und in der Gegend aus wie auf dem Mond! Überall Asche und Staub. TV hatten wir keines. Wir schlossen den TV erst später an den Generator an.

Die Auswirkungen

Es gab Villages, welche mit dem Verlust des Stromes auch kein Wasser mehr hatten. Unser Village (Ridgeview) verfügt über einen Notgenerator um Wasser in den Hochtank zu pumpen. Ohne diesen wäre eine Reinigung nicht möglich gewesen.


So sah es am Montag morgen um unser Haus herum aus...







  















So sahen unsere Fahrzeuge aus




























Die Folgen 

Die ganze Gegend um uns ist eine Mondlandschaft. Die Blätter der Bäume fallen ab und die Fahrzeugreifen sind blau wegen des Schwefels. Alle Leute laufen mit Masken herum. Es herrscht eine allgemeine Staubwüste. Nach einer Weile - zusammen mit Wasser - wird der Staub zu Beton und kann nicht mehr entfernt werden! Es ist wie in einem Zombie Film!
Mit zum Teil kleinen Schaufeln räumen die Leute auf. Es wird noch lange dauern bis sich die Natur erholt hat.

Der Strom blieb 4 Tage lang weg. In dieser Zeit rettete unser Generator uns viel Annehmlichkeiten, welche in Europa sonst selbstverständlich sind. 

Wir verbrannten in diesen 96 Stunden 80 Liter Leichtdiesel.

Hier unser Generator 5000 Watt


Vielen Dank Fortress!

Eine Equipe von 6 Mann halfen uns reinigen. Dies 3 Tage lang. Zuerst das Dach, welches so aussah:



Dies ist das Dach unseres Nachbars. Er hat es noch nicht gereinigt.

Tagaytay 

Ganz schlimm steht es in einer 14 Kilometer Zone um den Vulkan aus. Erdbeben zerstörten die Häuser und die eh schlechte Infrastruktur noch völlig. Einige Dörfer wurden geschlossen und die Leute müssen in Evakuierungszentren leben. Tausende auf engstem Raum wie meistens hierzulande. Viele betroffene können nichts mehr vom ehemaligen Zuhause abholen.

Die Siedlungen wurden dicht um den Vulkan herum gebaut. Eine Siedlungsplanung gibt es hier nicht und hat es nie gegeben. Daher sind bei jeder Katastrophe hier immer wieder hunderttausende Menschen ganz direkt betroffen.
Die Leute werden zwar in improvisierten Evakuationszentren untergebracht. Geld fehlt aber völlig. Der Staat ist nicht mal in der Lage die Zentren mit dem Nötigsten zu versorgen!! Betroffene stehen tatsächlich im Staub an den Strassen mit Kollekten in den Händen. Unvorstellbare Zustände für uns Europäer!



Hier die Zonen um den Vulkan Taal. Man beachte die zahlreichen Siedlungen dicht um den Vulkan. Und dies ist nicht der einzige aktive Vulkan in den Philippinen!


Man weiss auch nicht, ob noch ein grosser Ausbruch erfolgen wird. Hoffen wir es nicht. Der alberte level ist immer noch bei 4 von 5 Stufen.

Bitte nicht vergessen

An dieser Stell möchte ich mal kurz an folgendes erinnern:
Seit dankbar, dass ihr in einer behüteten Umgebung leben dürft. Strom, Wasser, saubere Luft, dass ist hier alles nicht selbstverständlich! Bei allen Problemen in der Schweiz... Wenn man den Lichtschalter dreht geht das Licht an. Das Telefon funktioniert sogar auf der Alp. Wenn ihr die Fenster öffnet kommt frische Luft herein. Um 25 Kilometer zu fahren benötigt ihr keine 5 Stunden! Sie können das Abendessen planen und die Zutaten einfach im nächsten Detailhandel einkaufen. Ihr müsst nicht zuerst schauen, was es überhaupt hat! Hier beginnen die Probleme schon vorher: Was für ein Tag ist heute? Ist es Freitag oder Samstag? Ist pay day?Das ist der 14 tägliche Zahltag! Dann kann man nämlich parkieren schon mal vergessen vergessen! Dann muss man suchen, was es hat und dann kann man das Essen planen. 








Freitag, 10. Januar 2020

Die Insel Boracay wird für 6 Monate geschlossen, wen wunderts?

In diesem Zusammenhang sei noch erwähnt, dass das "illegale" einleiten von Abwasser ins Meer der populären Insel Boracay zu einer grossen Algenplage geführt hat. Da alle Appelle selbstverständlich in s leere liefen, bleibt der Regierung nichts anderes übrig, als Boracay 6 Monate zu schliessen! Dies erfolgt ab ende April 2018. So viel ich weiss sind keine Kläranlagen geplant. Das Ganze wird sich also  wiederholen... und es wird nicht die einzige Insel bleiben...



Bild aus der Zeitung: "Manila Bulletin" vom 5.4.2018

Grasrodung

Im trockenen Sommer werden überall Grasfeuer entfacht. Diese Brandrodungen sind eigentlich illegal und der Staat ist sich der Tragweite des Problems vermutlich sogar bewusst. Dies zeigen Recherchen im Internet. Aber das heisst hier gar nichts. Die ganze Umgebung stinkt nach Rauch. Es ist eine riesige Umweltbelastung in der ganzen Gegend über Wochen. Einfach unglaublich. Interventionen aus unserer Siedlung blieben erfolglos!

Aber eben. Es ist wie auf der Strasse. Keine Tafel und keine Sicherheitslinie bewirken auch nur das Geringste! Um Fahrzeuge von einem Spurwechsel abzuhalten, gibt es nur eine einzige Methode: Betonblöcke!

Hier zwei aktuelle Beispiele aus unserer Umgebung mit einem der zahlreichen Feuer:



Die Feuer von Carmelray aus



Vom "Evoliving" Park aus



Hier am nächsten Tag. Man konnte kaum mehr Atmen in unserer Siedlung!

Hier noch ein Beispiel vom April 2018




Im Februar 2020







Man kann im Village kaum Atmen eine absolute Sauerei! Umwelt? Ein Hohn!




Und hier die neusten Beispiele vom 1. und 2. April 2020, leider kein Aprilscherz, sondern bittere Tatsache!



Eine absolute Sauerei!





Here a result of the crazy grass burning







Samstag, 4. Januar 2020

Low, low, low, die meist gebrauchte Floskel in den Philippinen


Überall und zu jeder Zeit stehen Menschen herum und brüllen ins Handy: Low, low, low. Dies ist die Abkürzung von "Hello" und wird gebraucht um im maroden, schrottreifen Handynetz einen Partner zu erreichen. Telefonieren ist hier - wie alles - nicht selbstverständlich. Die Netzte sind permanent überlastet und erreicht man mal jemanden, dann voller Nebengeräuschen. Wie schön ist es doch in Europa, wo man einfach sein Handy zückt und telefoniert. Hier ist man überhaupt nicht sicher, seinen Gegenüber erreichen zu können!
Es gibt hier hier nur 2 "namhafte" Anbieter: Globe und Smart. Die Servicewüste Philippinen lassen grüssen. Natürlich ist telefonieren auch noch teuer!

Die meistverbreitete Zahlart ist Vorauszahlung. Man kauft entweder Karten oder sogenannten eload. Um ein bisschen Geld zu sparen wird ein sogenannte Registrierung angeboten. Man kann einen gewissen Betrag per Hany registrieren lassen und dann eine beschränkte Zeit kostenlos telefonieren und Texte senden (SMS). Natürlich wird auch hier eine Schikane eingebaut. Alle 12 Minuten wird der Kontakt unterbrochen und man muss wieder neu wählen. Willkommen in der Servicewüste.

Signal hat man nur an bestimmten Orten. In unserem Haus müssen wir zum Telefonieren in den oberen Stock. Dort reicht es ganz knapp.

Das selbe gilt auch fürs Internet. Wie schon bei der Bildung so sind die Philippinen auch in der Internet Geschwindigkeit ganz am Schwanz der Welt...

Ein flat rate Abonnement kostet ein vielfaches wie in Europa und dies bei der miesen Qualität. Aber eben Die Philippinen sind ein Verkäufermarkt...

Sonntag, 29. Dezember 2019

Naturkatastrophen allenthalben


Die Philippinen werden mit zuverlässiger Regelmässigkeit von Naturkatastrophen heimgesucht. Am 15. Dezember erschütterte ein Erdbeben der Stärke 6.9 auf der Richterskala den Süden Mindanaos. Die Bauten hier haben bei einem Beben von dieser Stärke keine Chance. Es gab weitflächige Zerstörungen und noch mehr Elend.

Kaum war das Beben vorbei kam ein Typhoon vor Weihnachten und verwüstete ebenfalls grosse Flächen mit Häusern, Strassen und Geschäften. Meistens handelt es sich um "Gebäude" aus sogenannten leichten Materialien gebaut. Die halten natürlich nichts aus! Aber damit nicht genug!

Genau am 24.12.2019  also an Weihnachten verwüstete eine weiterer Typhoon (Ursula) wieder diverse Regionen. Darunter auch aufbau Gebiete, welche von dem Typ 5 Typhoon Haiyan (Yolanda) 2013 bereits verwüstet wurden. Die Natur lässt den Leuten hier absolut keine Ruhe!

Übrigens werden die internationalen Typhoon Namen hierzulande nicht übernommen. Das wäre ja viel zu einfach. Nein, jeder Sturm bekommt in den Philippinen einen eigenen Namen!



























Samstag, 28. Dezember 2019

Besinnliche Weihnachten in den Philippinen



Jedes Jahr ab dem 1. September bis Anfang Februar dröhnen in den Warenhäuser nur noch die amerikanischen Weihnachtsschnulzen aus den Lautsprechern. Es gibt Weihnachtsbäume bei welchen jede künstliche Tannenadel mit Farbdeko zugemacht wird. Es darf möglichst wenig Grün zu sehen sein.
Ab Anfang Dezember reisen noch die Filipinos an welche im Ausland arbeiten (OFW). Das sind natürlich auch wieder Millionen. Strassen, welche normalerweise noch einigermassen befahrbar wären, sind dann auch völlig zu!

Sollte man das Glück haben, einen Parkplatz zu erhaschen, dann stösst man dann in den Warenhäusern auf ungeheure Menschenmassen. Es ist als ob die 100 Millionen alle in ein Kaufhaus wollen. Man sollte meinen, dass dann das eigentliche Weihnachtsfest ein grosser Hype wäre. Aber weit gefehlt. In der sogennten "Noche buena" wird einfach mit dem Essen bis Mitternacht gewartet und vorher gesungen (Karaoke) und gesoffen was das Zeug hält. Und dann ist der ganze Spuk auch schon wieder vorbei. Selbstverständlich bleibt die Weihnachtsdeko noch bis Anfang Februar und dann ist ja schon bald wieder September...

Letztes Jahr waren wir wieder mal über Weihnachten in der Schweiz. Früher glaubten wir, es hätte viele Leute bei uns in den Läden. Wir sind nun eines Besseren belehrt worden. Geniesst die Weihnachten in der Schweiz inklusive schlechtem Wetter. Ich kann Euch versichert. Es ist wie Ferien für uns!

In diesem Sinne... Alles Guten im neuen Jahr. Ich freue mich schon wieder auf die Schweiz im Juli, dann kann ich wieder  angstfrei Auto fahren...

 Kauf eines Notstromgenerators


Nach unserem Herbstaufenthalt in der Schweiz sind wir erholt wieder zurück im Kampf ums Alltägliche!

Überall dutzende Security und Überwachungskameras. Ja, wir sind zurück in den Philippinen!

Wir kamen Ende Oktober in den Philippinen an und nur wenig später verdüsterte sich die Situation an der Wetterfront. Ein Typhoon schien genau über unsere Region zu ziehen. Ein befreundetes Ehepaar aus der Schweiz hatte dies schon zweimal erlebt. Stromausfälle bis 5 Tage und kein Wasser waren die Folgen. Auch aus diesem Grund wollten wir schon lange einen Notstrom Generator zulegen. Also machten wir uns auf die Suche...
Im Kaufhaus AllDays wurden wir fündig. Einen Diesel Generator 5000 Watt in "silent" Ausrüstung. Wie hierzulande üblich, kauft man kein funktionierendes Gerät! Die Kabel zum Spezial Stecker fehlen. Die Batterie ist defekt. Das Gerät stand 1-2 Jahre im Laden. Das ist hier absolut normal. Batterie hat es natürlich keine an Lager. So fuhren wir unter dem Druck des nahenden Typhoons zu einem Auto und Motorrad Batterie Händler. Dieser hatte aber auch keine Batterie mit den richtigen Anschlüssen...
Wir fuhren zurück zum Verkäufer und verlangen einen Testlauf mit einer funktionierenden Batterie.
Der Testlauf kam zustande. Es wurde eine grössere Batterie eingebaut. So konnten wir hören, wie der "silent" Generator einen Höllenlärm von sich gab. Man kann ihn mindestens 500 Meter weit hören!
Aber er hat wenigstens einen "SILENT" Kleber auf der Front :)

Gegen Abend, es fing bereits an zu regnen, wurde dann der Generator geliefert. Selbstverständlich mussten wir die Kabel bezahlen. Die seien nicht inbegriffen!
Der Trupp fuhr weg und ich fing an die Batterie zu laden. Mittlerweile erfuhren wir online, dass der Typhoon genau über uns ziehen wird. Er wurde am nächsten Mittag erwartet.
Am Morgen versuchte ich den Generator zu starten. Er machte keinen Wank. Dabei sah ich, dass sie wieder die defekte Batterie eingebaut hatten. Welcome in the Philippines.
Also zurück zum Laden und ich verlangte das das Ding zurückgenommen wird. Dies verursachet nun doch etwa Hektik im Laden! Es wurde ein Techniker der Herstellerfirma avisiert. Mittlerweile war der Typhoon da und zog nun zum Glück 150 Km südlicher durch. So bleiben wir vor längeren Stromausfällen bewahrt.

Am nächsten Tag kam ein Techniker und ersetzte die Batterie kostenlos was hierzulande ein kleines Wunder ist. Aber man muss doch noch erwähnen, dass der Generator schliesslich 1650 CHF gekostet hat! Eine menge Geld hierzulande!
Nun haben wir beim nächsten Typhoon einen funktionierende Generator. Der nächste Typhoon heiss gerade mal eine Woche Abstand auf dem selben Kurs...

Den Generator haben wir übrigens nur 3 Wochen später beim Ausbruch des Vulkans Taal über eine Woche non stopp gebaucht! Sie meinen Blog: "Ausbruch des Taal Vulkans"





Auch nach dem Taal Erlebnis haben wir ständigen Stromausfall. Bei jedem kleinen Gewitter, wenn es ein wenig blitzt, fällt der Strom aus. Die Infrastrukturen hier sind absoluter Schrott!

Montag, 1. Oktober 2018

Laden Sonderverkauf in den Philippinen

In einem Waren haus wird discount angeboten. Zugegeben, das ist unwahrscheinlich selten. Entsprechend ist das Resultat:

So sieht ein Ausverkauf in den Philippinen aus!

Wie überall, wird stundenlang angestanden."Line up" nennt sich das. Für einen Europäer absolut unbegreiflich.

Samstag, 26. Mai 2018

Der lange Sommer 2018

Wettersituation

Normalerweise geht der Sommer in den Philippinen von Februar bis Ende April. Februar und Mai sind jeweils Übergangsmonate. Dieses Jahr zieht aber der Sommer voll durch. Seit Anfang Februar bis heute hatten wir in unserer Gegend keinen Regen mehr. Die Natur hat natürlich darunter gelitten vieles ist verdorrst. Allerdings zeigen die hohen Bäume eine enorme Zähigkeit. Es scheint noch genügend Grundwasser vorrätig zu sein.

Die Gebäude leiden unter der dauernden Hitze

Täglich steigt das Thermometer auf 36 Grad. Die Sonnenscheindauer liegt seit Anfang Februar bei täglich 7-8 Stunden! Die Klimageräte vor allem im oberen Stockwerk laufen auf Hochtouren. Dies bringt nicht nur ein hohe Stromrechnung, sondern es trocknet auch das Material aus. Dies zeigt sich überall. Die oberen Stockwerke werden vor allem in Leichtbauweise ausgeführt. Dadurch zeigen sich an den Wänden und in den Bodenbelägen überall Schwundrisse. Ich bin gespannt ob sich die Situation mit Steigender Feuchtigkeit wieder normalisiert.

Der erste Regen

Gestern, hat es nun in 11/2 Stunden 22,2 mm Regen gegeben. Sofort wird das dürre Gras Wiede grün. Aber auch die Insekten erwachen. Am Abend schaltete ich die Aussenbeleuchtung ein. Sofort flogen Tausende von Insekten gegen unsere Hauswand. Ich musste  Insektenvernichter einsetzten um dem Treiben einigermassen Herr zu werden. Ja, egal welches Wetter. Hier hast Du immer zu tun. Die Natur lässt Dir keine Minute Zeit! Ständig kommen Überraschungen auf Dich zu.

Biken in den Abendstunden

Dieses Wetter bringt natürlich auch Vorteile. So zum Beispiel lässt sich abends bei 28 Grad und leichter Luft super Biken. Ich nutzte dies fast täglich. Allerdings wird man auch dann noch mit der Armut hier konfrontiert.

Eine typische Bikerstory 

Wir fuhren neulich um 20:00 Uhr Richtung zuhause. Da überholten wir einen marschierenden Biker. Ich rief dem jungen Boy fragend zu: Ist das Bike defekt? Yes antwortete er mir. Wir fuhren an einem Posten vorbei und nach der Steigung stand ein weiterer junger Boy und fragte mich in Tagalog ob ich seinen Kumpel gesehen haben. Da kam er auch schon gelaufen. Nach einer Weile war klar, die beiden haben kein Geld (120 Peso = CHF 2,35) um den Reifen im Relativ nahen Bikeshop reparieren zu lassen. Ich hatte 100 Peso dabei und meine Gefährtin 20. Natürlich gaben wir das Geld. Die beiden nahmen es zögerlich an. Denn ein Fussmarsch hätte für die Beiden Stunden gedauert!
In diesem Moment fuhr ein Security Pickup vorbei. Ich hielt siede an und bat den Security, die beiden zum Reparaturdienst zu bringen. Die beiden erzählten dem Security , dass wir die Reparatur bezahlt hätten. Dieser staunte und bedankte sich ebenfalls bei uns. So kamen wir zwar ohne Notgroschen aber doch happy wieder zu Hause an...
Zu sagen bleibt normalerweise wären die beiden einfach ohne zu murren gelaufen!

Evolving "Naturpark"

Ein kleiner Flecken hier in Nuvali liess man unbebaut oder noch unbebaut. Ein Weiher wurde angelegt und auf dem Dreckwasser fahren zwei oder drei Boote auf und ab. Im Wasser hat es Kois. Diese werden von den Touristen gefüttert. Die Anlage ist ca. 8 Jahre alt und am Verfallen. Wie alles hier, wird nur für die nächsten paar Jahre gebaut. Die Bauqualitäten sind schlecht. Sehr dünne Platten und Holz welches von den Insekten gefressen wird. Verputz kennt man nicht. Die Gebäude werden lediglich gestrichen und sehen nach 3 Jahren bereits schlecht aus. 
Unter der Woche ist es einigermassen erträglich. Aber am Wochenende fluten Tausende von Manila dieses Plätzchen. Für uns Europäer unglaublich und ein Graus! Zudem sind dann Diebe permanent unterwegs. 

Angrenzend an den Weiher hat es einen sogenannten Regenpark. Der ist in 5 Minuten zu Fuss umrundet. Ein paar Bambussorten und fertig. In der Tageshitze findet man kaum Schattenplätze. Am Abend um 18:00 Uhr, wenn es angenehm wäre im Park zu sitzen, wird dieser sage und schreibe geschlossen! Die ganze installierte Beleuchtung ist demnach für nichts.

Die Attraktionen hier im Allgemeinen sind äussert spärlich und dürftig. Im Vergleich bietet schon der
Parkplatz des Europaparks mehr als hier jede "Attraktion".

        







Hier der "Regenpark" und im Hintergrund eines der zahlreichen Grasfeuer im Sommer.  Diese Feuer werden absichtlich gelegt und sind ein riesiger Umweltfrevel hierzulande!
Es hat zwar Bäume im Park, aber nicht bei den Sitzgelegenheiten. Sodass der Besucher in der Sonne steht. Nutzungsplanung Fehlanzeige. Darum hält sich natürlich der Besucherstrom in Grenzen.


Die Wassersituation im März 2020

Im letzten Jahr herrschte den ganzen Sommer lang Wassernotstand in Manila. Es wurde mit Tankwagen Gebiete notversorgt. Diese Jahr herrsch der Notstand schon lange vor dem Sommer. Das wird heiter werden!


Dienstag, 10. April 2018

Der Versuch eine Zahnreinigung zu erhalten

Für heute hat meine Frau um 11:00 Uhr einen Termin bei einer Zahnklinik in der Umgebung abgemacht. Pünktlich waren wir da, aber hinter der Theke tönte ein sorry hervor, was nichts gutes verhiess. Und richtig, die Zahnpflegerin komme vermutlich um 11:30 aber sicher sei er nicht. Wir waren sehr enttäuscht, hatten wir doch einen Termin vereinbart. Frustriert verliessen wir die Klinik, um bei meinem Zahnarzt einen Termin zu vereinbaren.

Auf dem Weg zum Zahnarzt fuhren wir noch bei der ISUZU Vertretung vorbei. Ich wollte ein Ersatzteil bestellen. Wir warteten über ein Stunde, bis wir endlich bedient wurden. Frust Nummer 2 an diesem Tag aber es sollte noch besser kommen.

Beim Zahnarzt angekommen fragten wir nach einem Termin zur Zahnpflege und siehe da, noch heute um 17:00 Uhr wäre ein Termin frei. Wir fuhren also erst mal nach Hause.

Um 15:00 Uhr rief der Zahnarzt an, dass wir doch um 16:00 Uhr vorbei kommen sollen. Dies taten wir denn auch. Aber, wir warteten und warteten und würden wohl noch heute warten wenn wir nicht um 17:30 Uhr entnervt und ohne ein Chance für eine Message zu erhalten den Laden verliessen.  Frust Nummer 3 an diesem Tag.

Dies reichte uns eigentlich aber wir wagten noch den Schritt in eine dritte Klinik. Dort vereinbarten wir einen Termin für nächste Woche. Ich habe der Sekretärin klar gemacht, dass wir bei grösseren Verzögerungen nach Hause gehen werden.

Mal sehen wie es nächste Woche rauskommt. Ach ja: Its more fun in the Philippines :(


Mittwoch, 4. April 2018


Reisen im Sommer in den Philippinen


Wir haben sehr schöne Tage mit Freunden in Coron verbracht. Die Bilder und Kommentare werden in Kürze meinem Blog: "Rolfs and Juliets Travel trough the Philippines" beschrieben.

Ferien hier sind wunderschön. Das Alltagsleben allerdings ist etwas ganz anderes hier in den Philippinen!

Nun Seit einem Monat hat uns der Alltag wieder und der Kampf zum Erhalt der täglichen Notwendigkeiten geht weiter.

Natürlich sind Reparaturen am Haus eine alltägliche Aufgabe. Einmal gibt ein Türöffner den Geist auf ein andermal kommt die Farbe von den Wänden oder ein WC läuft nicht mehr und so weiter.
Die Lebensdauer der hier gekauften Waren ist äusserst kurz. Vergisst unserer Qualitätswaren in Europa! Hier hält alles maximal 2-3 Jahre! Egal ob Türklinke, Gartenhag oder Hausfarbe.

Das Wetter ist warm. Regen haben wir seit mehreren Wochen keinen mehr. Zum Glück gibts aber immer noch Wasser. Die Pflanzen im Garten benötigen täglich Wasser. Am Tag sind die Temperaturen so um die 32-34 Grad. Abends, wenn der Wind aufkommt, fällt das Thermometer auf rund 25 Grad. Dies ist für einen Aussenaufenthalt sehr angenehm.

Einfach nicht mehr erhältliche Produkte

Wir füttern unseren Hunden seit mehr als 2 Jahren die Marke: "Royal Canin". Seit Januar werden die Philippinen scheinbar nicht mehr beliefert. Welcome in the Philippines again! Selbstverständlich weiss niemand warum und ob es je wieder Ware geben wird . Die Marke ist hier eigentlich sehr populär. Es wird hier einfach geduldet. Das ist das Leben hier. Mal hats mal hats nicht, keine Konstanz.

Aktuell gibt es auch unser Brot, welches mich seit 2 Jahren durch den Alltag begleitet, nicht mehr. Die Mehlmischung wird seit einer Woche nicht mehr geliefert und natürlich weiss keine Mensch oben es je wieder geben wird.


Der einzige Artikel welcher immer verfügbar ist, sind die zahlreichen Hausprospekte welche einem täglich unter die Nase gehalten werden.

Siedlungsorgasnisation

Unser Abfall in der Siedlung wird nicht mehr abgeführt. Wir hatten auch in der Vergangenheit immer wieder mal Probleme damit gehabt. Nun liegt aber endgültig im Argen. Auch fehlen Material und Geräte zum Unterhalt der Siedlungen in der ganzen Nuvali Umgebung. Im zuständigen Office hört man dann allerlei Storys über zu kleine Abfall Lastwagen und Lieferschwierigkeiten, etc. Den wahren Grund haben wir aber heute erfahren. Avida, eine der grössten Gesellschaften für Land und Haus- Angelegenheiten habe die Entsorgungs-Firma seit März 2017 nicht mehr bezahlt. Natürlich sagt einem das hier niemand der Offiziellen! Wie war das doch nochmal: Welcome in the Philippines!

Das Abfallkonzept der Avida in unserem Village.

Seit Monaten wird der Abfall nur noch innerhalb der Mauern unserer Siedlung deponiert. Ein Fest für Hunde Katzen und Ratten. Fragen nach dem Grund sind zwecklos. Jeder sagt etwas anderes und  solange der Dreck nicht in die Hautüre quillt stört die hier niemanden :(


Freitag, 19. Januar 2018

We don't have Sir 


Die Tausenden von Leuten sind nun weg und Nuvali gehört wieder uns. Das Wetter hat sich sehr gebessert. Es regnet kaum noch und die Temperaturen sind sehr angenehm. Tagsüber ca. 29 Grad und nachts um die 24 Grad. Welcome back to life :)

Wir bekommen Anfang Februar Besuch aus der Schweiz und sind dafür am Vorbereiten. Die Strasse zum Flughafen und nach Batangas (die nächste Küste von uns) nennt sich SLEX (South Luzon Expressway). Für diese Strassen muss eine Gebühr bezahlt werden. Natürlich hat es meistens eine Warteschlange vor den Kassen. Aber es gibt den ETC (Electronic Toll Collection). Dies ist ein Kleber mit Elektronik und damit kann man dann einfach durchfahren. Überall wird Werbung dafür gemacht.
Gestern nun waren wir bei der Installationsstelle und wollten den Kleber befestigen lassen. 2 Mitarbeiten schliefen hinter dem Pult und sagten uns dann: Nein, es hat keine Kleber mehr. Kommt in 1-2 Monaten wieder. Das ist einfach typisch. Werbung machen und dann erschrecken, wenn Kunden kommen. Welcome in the Philippines!

Anschliessend wollten wir beim French Baker Brötchen kaufen für das Abendessen. Fast klar, dass es keine hat. Die Mehlmischung wurde nicht geliefert.


Genau das Gleiche mit der Hndenahrung: Royal Canin. Ist auf einmal nicht mehr erhältlich. Mit der grössten Selbestverständlichkeit wird uns mitgeteilt, dass das Produkt hier nicht mehr geliefert wurde! Auch hier niemand weiss etwas. Absolut keine Infos.

Unterwegs bekam ich eine Textnachricht von Globe Telecom, ich solle die SIM Karte ersetzen wegen neuen Dienstleistungen. Da wir in der Nähe der Globe Filiale Santa Rosa waren, gingen wir hin.
Am Empfang wurde ich registriert und dann ging natürlich das Warten los. Über eine Stunde warteten wir bis ich endlich die SIM Karte erhielt. Ich beobachtete in dieser Zeit wie unheimlich lange es geht bis ein Kunde fertig bedient ist! Das kann durchaus mal 30 Minuten dauern.

Ja, es ist ein sehr grosser Unterschied ob man hier Urlaub macht oder hier lebt. Urlaub ist - bis auf die vielen Leute an den Flughäfen - problemlos. 


Anders sieht das aus, wenn man hier lebt...