Montag, 3. Februar 2020

Im Maskenland




Hallo liebe Leser, ja , ich laufe im Land der Masken ebenfalls mit einer Maske herum... Zuerst wegen des Staubes der Vulkanasche und nun noch wegen des Virus. Es sieht gespenstisch aus, überall den Leuten ohne Gesicht zu begegnen. Apokalyptisch eben. Sie können sich ja vorstellen, dass von einem Wohlfühlen keine Rede sein kann!

Nein, langweilig wird es einem hier wirklich nie. Aber es dominieren eher die unschönen Zeiten hierzulande. Die Problematik des Vulkanausbruchs habe ich ja schon im Blogg: "Ausbruch des Taal Vulkans" beschrieben. Hier noch ein paar Bilder der umfangreichen Aufräumarbeiten...




Tote Bäume...



Asche überall





Aber eben, auf die eine Katastrophe folgt sofort die nächste...

Freitag, 17. Januar 2020

Ausbruch des Taal Vulkans 2020


Der Ausbruch

Am Sonntag, den 12.Januar 2020 war ich mit meinem Bike in der Region Nuvali unterwegs. In der Region ist unser Heim und liegt 24 Km südlich des Taal Vulkans und der Provinz Hauptstadt Tagaytay. 
Ich hörte gegen 16:00 donnern und sah in meinem Rücken Blitze aus einer Wolke hervor zucken. Ich radelte schneller, obwohl sonst der Himmel nur wenig bewölkt war. Ich wollte nicht nass werden. 
Die Wolke war braun anstatt wie üblich schwarz das war schon eigenartig. Zu hause angekommen, startete ich meinen Mac im Büro und hatte die Wolke Genau im Blickfeld. Es donnerte ständig und die Blitze kamen vom Boden her Richtung Himmel. Zugleich fiel es an zu regnen. Aber nicht Wasser, nein ein Asche- Sandgemisch kam vom Himmel herunter. Im nu war alles bedeckt wie bei uns im Winter mit Schnee. Es stank fürchterlich nach Schwefel. Dann hörten wir aus dem TV, dass der Taal Vulkan ausgebrochen sei. 


Hier von meinem Büro aus, am Sonntag 12. Januar 2020 um ca. 16:30 Uhr



Hier ein Bild vom Tatort aus Tagaytay. Mans sieht deutlich, dass der Vulkan eigentlich klein ist, aber sehr aktiv!

Die ganze Nacht über regnete es Asche vom Himmel. Um 17:00 Uhr fiel der Strom aus. Wir hatten 3 Wochen zuvor eine teure Anschaffung getätigt und einen Diesel Generator gekauft. Diesen starteten wir um 10 Uhr nachts, als der Strom ausblieb. Wir verkabelten das Haus fliegend und schlossen die wichtigsten Verbraucher an den Generator an. 
Am nächsten Morgen sah es bei uns und in der Gegend aus wie auf dem Mond! Überall Asche und Staub. TV hatten wir keines. Wir schlossen den TV erst später an den Generator an.

Die Auswirkungen

Es gab Villages, welche mit dem Verlust des Stromes auch kein Wasser mehr hatten. Unser Village (Ridgeview) verfügt über einen Notgenerator um Wasser in den Hochtank zu pumpen. Ohne diesen wäre eine Reinigung nicht möglich gewesen.


So sah es am Montag morgen um unser Haus herum aus...







  















So sahen unsere Fahrzeuge aus




























Die Folgen 

Die ganze Gegend um uns ist eine Mondlandschaft. Die Blätter der Bäume fallen ab und die Fahrzeugreifen sind blau wegen des Schwefels. Alle Leute laufen mit Masken herum. Es herrscht eine allgemeine Staubwüste. Nach einer Weile - zusammen mit Wasser - wird der Staub zu Beton und kann nicht mehr entfernt werden! Es ist wie in einem Zombie Film!
Mit zum Teil kleinen Schaufeln räumen die Leute auf. Es wird noch lange dauern bis sich die Natur erholt hat.

Der Strom blieb 4 Tage lang weg. In dieser Zeit rettete unser Generator uns viel Annehmlichkeiten, welche in Europa sonst selbstverständlich sind. 

Wir verbrannten in diesen 96 Stunden 80 Liter Leichtdiesel.

Hier unser Generator 5000 Watt


Vielen Dank Fortress!

Eine Equipe von 6 Mann halfen uns reinigen. Dies 3 Tage lang. Zuerst das Dach, welches so aussah:



Dies ist das Dach unseres Nachbars. Er hat es noch nicht gereinigt.

Tagaytay 

Ganz schlimm steht es in einer 14 Kilometer Zone um den Vulkan aus. Erdbeben zerstörten die Häuser und die eh schlechte Infrastruktur noch völlig. Einige Dörfer wurden geschlossen und die Leute müssen in Evakuierungszentren leben. Tausende auf engstem Raum wie meistens hierzulande. Viele betroffene können nichts mehr vom ehemaligen Zuhause abholen.

Die Siedlungen wurden dicht um den Vulkan herum gebaut. Eine Siedlungsplanung gibt es hier nicht und hat es nie gegeben. Daher sind bei jeder Katastrophe hier immer wieder hunderttausende Menschen ganz direkt betroffen.
Die Leute werden zwar in improvisierten Evakuationszentren untergebracht. Geld fehlt aber völlig. Der Staat ist nicht mal in der Lage die Zentren mit dem Nötigsten zu versorgen!! Betroffene stehen tatsächlich im Staub an den Strassen mit Kollekten in den Händen. Unvorstellbare Zustände für uns Europäer!



Hier die Zonen um den Vulkan Taal. Man beachte die zahlreichen Siedlungen dicht um den Vulkan. Und dies ist nicht der einzige aktive Vulkan in den Philippinen!


Man weiss auch nicht, ob noch ein grosser Ausbruch erfolgen wird. Hoffen wir es nicht. Der alberte level ist immer noch bei 4 von 5 Stufen.

Bitte nicht vergessen

An dieser Stell möchte ich mal kurz an folgendes erinnern:
Seit dankbar, dass ihr in einer behüteten Umgebung leben dürft. Strom, Wasser, saubere Luft, dass ist hier alles nicht selbstverständlich! Bei allen Problemen in der Schweiz... Wenn man den Lichtschalter dreht geht das Licht an. Das Telefon funktioniert sogar auf der Alp. Wenn ihr die Fenster öffnet kommt frische Luft herein. Um 25 Kilometer zu fahren benötigt ihr keine 5 Stunden! Sie können das Abendessen planen und die Zutaten einfach im nächsten Detailhandel einkaufen. Ihr müsst nicht zuerst schauen, was es überhaupt hat! Hier beginnen die Probleme schon vorher: Was für ein Tag ist heute? Ist es Freitag oder Samstag? Ist pay day?Das ist der 14 tägliche Zahltag! Dann kann man nämlich parkieren schon mal vergessen vergessen! Dann muss man suchen, was es hat und dann kann man das Essen planen. 








Freitag, 10. Januar 2020

Die Insel Boracay wird für 6 Monate geschlossen, wen wunderts?

In diesem Zusammenhang sei noch erwähnt, dass das "illegale" einleiten von Abwasser ins Meer der populären Insel Boracay zu einer grossen Algenplage geführt hat. Da alle Appelle selbstverständlich in s leere liefen, bleibt der Regierung nichts anderes übrig, als Boracay 6 Monate zu schliessen! Dies erfolgt ab ende April 2018. So viel ich weiss sind keine Kläranlagen geplant. Das Ganze wird sich also  wiederholen... und es wird nicht die einzige Insel bleiben...



Bild aus der Zeitung: "Manila Bulletin" vom 5.4.2018

Grasrodung

Im trockenen Sommer werden überall Grasfeuer entfacht. Diese Brandrodungen sind eigentlich illegal und der Staat ist sich der Tragweite des Problems vermutlich sogar bewusst. Dies zeigen Recherchen im Internet. Aber das heisst hier gar nichts. Die ganze Umgebung stinkt nach Rauch. Es ist eine riesige Umweltbelastung in der ganzen Gegend über Wochen. Einfach unglaublich. Interventionen aus unserer Siedlung blieben erfolglos!

Aber eben. Es ist wie auf der Strasse. Keine Tafel und keine Sicherheitslinie bewirken auch nur das Geringste! Um Fahrzeuge von einem Spurwechsel abzuhalten, gibt es nur eine einzige Methode: Betonblöcke!

Hier zwei aktuelle Beispiele aus unserer Umgebung mit einem der zahlreichen Feuer:



Die Feuer von Carmelray aus



Vom "Evoliving" Park aus



Hier am nächsten Tag. Man konnte kaum mehr Atmen in unserer Siedlung!

Hier noch ein Beispiel vom April 2018




Im Februar 2020







Man kann im Village kaum Atmen eine absolute Sauerei! Umwelt? Ein Hohn!




Und hier die neusten Beispiele vom 1. und 2. April 2020, leider kein Aprilscherz, sondern bittere Tatsache!



Eine absolute Sauerei!





Here a result of the crazy grass burning







Samstag, 4. Januar 2020

Low, low, low, die meist gebrauchte Floskel in den Philippinen


Überall und zu jeder Zeit stehen Menschen herum und brüllen ins Handy: Low, low, low. Dies ist die Abkürzung von "Hello" und wird gebraucht um im maroden, schrottreifen Handynetz einen Partner zu erreichen. Telefonieren ist hier - wie alles - nicht selbstverständlich. Die Netzte sind permanent überlastet und erreicht man mal jemanden, dann voller Nebengeräuschen. Wie schön ist es doch in Europa, wo man einfach sein Handy zückt und telefoniert. Hier ist man überhaupt nicht sicher, seinen Gegenüber erreichen zu können!
Es gibt hier hier nur 2 "namhafte" Anbieter: Globe und Smart. Die Servicewüste Philippinen lassen grüssen. Natürlich ist telefonieren auch noch teuer!

Die meistverbreitete Zahlart ist Vorauszahlung. Man kauft entweder Karten oder sogenannten eload. Um ein bisschen Geld zu sparen wird ein sogenannte Registrierung angeboten. Man kann einen gewissen Betrag per Hany registrieren lassen und dann eine beschränkte Zeit kostenlos telefonieren und Texte senden (SMS). Natürlich wird auch hier eine Schikane eingebaut. Alle 12 Minuten wird der Kontakt unterbrochen und man muss wieder neu wählen. Willkommen in der Servicewüste.

Signal hat man nur an bestimmten Orten. In unserem Haus müssen wir zum Telefonieren in den oberen Stock. Dort reicht es ganz knapp.

Das selbe gilt auch fürs Internet. Wie schon bei der Bildung so sind die Philippinen auch in der Internet Geschwindigkeit ganz am Schwanz der Welt...

Ein flat rate Abonnement kostet ein vielfaches wie in Europa und dies bei der miesen Qualität. Aber eben Die Philippinen sind ein Verkäufermarkt...

Sonntag, 29. Dezember 2019

Naturkatastrophen allenthalben


Die Philippinen werden mit zuverlässiger Regelmässigkeit von Naturkatastrophen heimgesucht. Am 15. Dezember erschütterte ein Erdbeben der Stärke 6.9 auf der Richterskala den Süden Mindanaos. Die Bauten hier haben bei einem Beben von dieser Stärke keine Chance. Es gab weitflächige Zerstörungen und noch mehr Elend.

Kaum war das Beben vorbei kam ein Typhoon vor Weihnachten und verwüstete ebenfalls grosse Flächen mit Häusern, Strassen und Geschäften. Meistens handelt es sich um "Gebäude" aus sogenannten leichten Materialien gebaut. Die halten natürlich nichts aus! Aber damit nicht genug!

Genau am 24.12.2019  also an Weihnachten verwüstete eine weiterer Typhoon (Ursula) wieder diverse Regionen. Darunter auch aufbau Gebiete, welche von dem Typ 5 Typhoon Haiyan (Yolanda) 2013 bereits verwüstet wurden. Die Natur lässt den Leuten hier absolut keine Ruhe!

Übrigens werden die internationalen Typhoon Namen hierzulande nicht übernommen. Das wäre ja viel zu einfach. Nein, jeder Sturm bekommt in den Philippinen einen eigenen Namen!



























Samstag, 28. Dezember 2019

Besinnliche Weihnachten in den Philippinen



Jedes Jahr ab dem 1. September bis Anfang Februar dröhnen in den Warenhäuser nur noch die amerikanischen Weihnachtsschnulzen aus den Lautsprechern. Es gibt Weihnachtsbäume bei welchen jede künstliche Tannenadel mit Farbdeko zugemacht wird. Es darf möglichst wenig Grün zu sehen sein.
Ab Anfang Dezember reisen noch die Filipinos an welche im Ausland arbeiten (OFW). Das sind natürlich auch wieder Millionen. Strassen, welche normalerweise noch einigermassen befahrbar wären, sind dann auch völlig zu!

Sollte man das Glück haben, einen Parkplatz zu erhaschen, dann stösst man dann in den Warenhäusern auf ungeheure Menschenmassen. Es ist als ob die 100 Millionen alle in ein Kaufhaus wollen. Man sollte meinen, dass dann das eigentliche Weihnachtsfest ein grosser Hype wäre. Aber weit gefehlt. In der sogennten "Noche buena" wird einfach mit dem Essen bis Mitternacht gewartet und vorher gesungen (Karaoke) und gesoffen was das Zeug hält. Und dann ist der ganze Spuk auch schon wieder vorbei. Selbstverständlich bleibt die Weihnachtsdeko noch bis Anfang Februar und dann ist ja schon bald wieder September...

Letztes Jahr waren wir wieder mal über Weihnachten in der Schweiz. Früher glaubten wir, es hätte viele Leute bei uns in den Läden. Wir sind nun eines Besseren belehrt worden. Geniesst die Weihnachten in der Schweiz inklusive schlechtem Wetter. Ich kann Euch versichert. Es ist wie Ferien für uns!

In diesem Sinne... Alles Guten im neuen Jahr. Ich freue mich schon wieder auf die Schweiz im Juli, dann kann ich wieder  angstfrei Auto fahren...

 Kauf eines Notstromgenerators


Nach unserem Herbstaufenthalt in der Schweiz sind wir erholt wieder zurück im Kampf ums Alltägliche!

Überall dutzende Security und Überwachungskameras. Ja, wir sind zurück in den Philippinen!

Wir kamen Ende Oktober in den Philippinen an und nur wenig später verdüsterte sich die Situation an der Wetterfront. Ein Typhoon schien genau über unsere Region zu ziehen. Ein befreundetes Ehepaar aus der Schweiz hatte dies schon zweimal erlebt. Stromausfälle bis 5 Tage und kein Wasser waren die Folgen. Auch aus diesem Grund wollten wir schon lange einen Notstrom Generator zulegen. Also machten wir uns auf die Suche...
Im Kaufhaus AllDays wurden wir fündig. Einen Diesel Generator 5000 Watt in "silent" Ausrüstung. Wie hierzulande üblich, kauft man kein funktionierendes Gerät! Die Kabel zum Spezial Stecker fehlen. Die Batterie ist defekt. Das Gerät stand 1-2 Jahre im Laden. Das ist hier absolut normal. Batterie hat es natürlich keine an Lager. So fuhren wir unter dem Druck des nahenden Typhoons zu einem Auto und Motorrad Batterie Händler. Dieser hatte aber auch keine Batterie mit den richtigen Anschlüssen...
Wir fuhren zurück zum Verkäufer und verlangen einen Testlauf mit einer funktionierenden Batterie.
Der Testlauf kam zustande. Es wurde eine grössere Batterie eingebaut. So konnten wir hören, wie der "silent" Generator einen Höllenlärm von sich gab. Man kann ihn mindestens 500 Meter weit hören!
Aber er hat wenigstens einen "SILENT" Kleber auf der Front :)

Gegen Abend, es fing bereits an zu regnen, wurde dann der Generator geliefert. Selbstverständlich mussten wir die Kabel bezahlen. Die seien nicht inbegriffen!
Der Trupp fuhr weg und ich fing an die Batterie zu laden. Mittlerweile erfuhren wir online, dass der Typhoon genau über uns ziehen wird. Er wurde am nächsten Mittag erwartet.
Am Morgen versuchte ich den Generator zu starten. Er machte keinen Wank. Dabei sah ich, dass sie wieder die defekte Batterie eingebaut hatten. Welcome in the Philippines.
Also zurück zum Laden und ich verlangte das das Ding zurückgenommen wird. Dies verursachet nun doch etwa Hektik im Laden! Es wurde ein Techniker der Herstellerfirma avisiert. Mittlerweile war der Typhoon da und zog nun zum Glück 150 Km südlicher durch. So bleiben wir vor längeren Stromausfällen bewahrt.

Am nächsten Tag kam ein Techniker und ersetzte die Batterie kostenlos was hierzulande ein kleines Wunder ist. Aber man muss doch noch erwähnen, dass der Generator schliesslich 1650 CHF gekostet hat! Eine menge Geld hierzulande!
Nun haben wir beim nächsten Typhoon einen funktionierende Generator. Der nächste Typhoon heiss gerade mal eine Woche Abstand auf dem selben Kurs...

Den Generator haben wir übrigens nur 3 Wochen später beim Ausbruch des Vulkans Taal über eine Woche non stopp gebaucht! Sie meinen Blog: "Ausbruch des Taal Vulkans"





Auch nach dem Taal Erlebnis haben wir ständigen Stromausfall. Bei jedem kleinen Gewitter, wenn es ein wenig blitzt, fällt der Strom aus. Die Infrastrukturen hier sind absoluter Schrott!

Montag, 1. Oktober 2018

Laden Sonderverkauf in den Philippinen

In einem Waren haus wird discount angeboten. Zugegeben, das ist unwahrscheinlich selten. Entsprechend ist das Resultat:

So sieht ein Ausverkauf in den Philippinen aus!

Wie überall, wird stundenlang angestanden."Line up" nennt sich das. Für einen Europäer absolut unbegreiflich.

Samstag, 26. Mai 2018

Der lange Sommer 2018

Wettersituation

Normalerweise geht der Sommer in den Philippinen von Februar bis Ende April. Februar und Mai sind jeweils Übergangsmonate. Dieses Jahr zieht aber der Sommer voll durch. Seit Anfang Februar bis heute hatten wir in unserer Gegend keinen Regen mehr. Die Natur hat natürlich darunter gelitten vieles ist verdorrst. Allerdings zeigen die hohen Bäume eine enorme Zähigkeit. Es scheint noch genügend Grundwasser vorrätig zu sein.

Die Gebäude leiden unter der dauernden Hitze

Täglich steigt das Thermometer auf 36 Grad. Die Sonnenscheindauer liegt seit Anfang Februar bei täglich 7-8 Stunden! Die Klimageräte vor allem im oberen Stockwerk laufen auf Hochtouren. Dies bringt nicht nur ein hohe Stromrechnung, sondern es trocknet auch das Material aus. Dies zeigt sich überall. Die oberen Stockwerke werden vor allem in Leichtbauweise ausgeführt. Dadurch zeigen sich an den Wänden und in den Bodenbelägen überall Schwundrisse. Ich bin gespannt ob sich die Situation mit Steigender Feuchtigkeit wieder normalisiert.

Der erste Regen

Gestern, hat es nun in 11/2 Stunden 22,2 mm Regen gegeben. Sofort wird das dürre Gras Wiede grün. Aber auch die Insekten erwachen. Am Abend schaltete ich die Aussenbeleuchtung ein. Sofort flogen Tausende von Insekten gegen unsere Hauswand. Ich musste  Insektenvernichter einsetzten um dem Treiben einigermassen Herr zu werden. Ja, egal welches Wetter. Hier hast Du immer zu tun. Die Natur lässt Dir keine Minute Zeit! Ständig kommen Überraschungen auf Dich zu.

Biken in den Abendstunden

Dieses Wetter bringt natürlich auch Vorteile. So zum Beispiel lässt sich abends bei 28 Grad und leichter Luft super Biken. Ich nutzte dies fast täglich. Allerdings wird man auch dann noch mit der Armut hier konfrontiert.

Eine typische Bikerstory 

Wir fuhren neulich um 20:00 Uhr Richtung zuhause. Da überholten wir einen marschierenden Biker. Ich rief dem jungen Boy fragend zu: Ist das Bike defekt? Yes antwortete er mir. Wir fuhren an einem Posten vorbei und nach der Steigung stand ein weiterer junger Boy und fragte mich in Tagalog ob ich seinen Kumpel gesehen haben. Da kam er auch schon gelaufen. Nach einer Weile war klar, die beiden haben kein Geld (120 Peso = CHF 2,35) um den Reifen im Relativ nahen Bikeshop reparieren zu lassen. Ich hatte 100 Peso dabei und meine Gefährtin 20. Natürlich gaben wir das Geld. Die beiden nahmen es zögerlich an. Denn ein Fussmarsch hätte für die Beiden Stunden gedauert!
In diesem Moment fuhr ein Security Pickup vorbei. Ich hielt siede an und bat den Security, die beiden zum Reparaturdienst zu bringen. Die beiden erzählten dem Security , dass wir die Reparatur bezahlt hätten. Dieser staunte und bedankte sich ebenfalls bei uns. So kamen wir zwar ohne Notgroschen aber doch happy wieder zu Hause an...
Zu sagen bleibt normalerweise wären die beiden einfach ohne zu murren gelaufen!

Evolving "Naturpark"

Ein kleiner Flecken hier in Nuvali liess man unbebaut oder noch unbebaut. Ein Weiher wurde angelegt und auf dem Dreckwasser fahren zwei oder drei Boote auf und ab. Im Wasser hat es Kois. Diese werden von den Touristen gefüttert. Die Anlage ist ca. 8 Jahre alt und am Verfallen. Wie alles hier, wird nur für die nächsten paar Jahre gebaut. Die Bauqualitäten sind schlecht. Sehr dünne Platten und Holz welches von den Insekten gefressen wird. Verputz kennt man nicht. Die Gebäude werden lediglich gestrichen und sehen nach 3 Jahren bereits schlecht aus. 
Unter der Woche ist es einigermassen erträglich. Aber am Wochenende fluten Tausende von Manila dieses Plätzchen. Für uns Europäer unglaublich und ein Graus! Zudem sind dann Diebe permanent unterwegs. 

Angrenzend an den Weiher hat es einen sogenannten Regenpark. Der ist in 5 Minuten zu Fuss umrundet. Ein paar Bambussorten und fertig. In der Tageshitze findet man kaum Schattenplätze. Am Abend um 18:00 Uhr, wenn es angenehm wäre im Park zu sitzen, wird dieser sage und schreibe geschlossen! Die ganze installierte Beleuchtung ist demnach für nichts.

Die Attraktionen hier im Allgemeinen sind äussert spärlich und dürftig. Im Vergleich bietet schon der
Parkplatz des Europaparks mehr als hier jede "Attraktion".

        







Hier der "Regenpark" und im Hintergrund eines der zahlreichen Grasfeuer im Sommer.  Diese Feuer werden absichtlich gelegt und sind ein riesiger Umweltfrevel hierzulande!
Es hat zwar Bäume im Park, aber nicht bei den Sitzgelegenheiten. Sodass der Besucher in der Sonne steht. Nutzungsplanung Fehlanzeige. Darum hält sich natürlich der Besucherstrom in Grenzen.


Die Wassersituation im März 2020

Im letzten Jahr herrschte den ganzen Sommer lang Wassernotstand in Manila. Es wurde mit Tankwagen Gebiete notversorgt. Diese Jahr herrsch der Notstand schon lange vor dem Sommer. Das wird heiter werden!