Samstag, 28. Dezember 2019

 Kauf eines Notstromgenerators


Nach unserem Herbstaufenthalt in der Schweiz sind wir erholt wieder zurück im Kampf ums Alltägliche!

Überall dutzende Security und Überwachungskameras. Ja, wir sind zurück in den Philippinen!

Wir kamen Ende Oktober in den Philippinen an und nur wenig später verdüsterte sich die Situation an der Wetterfront. Ein Typhoon schien genau über unsere Region zu ziehen. Ein befreundetes Ehepaar aus der Schweiz hatte dies schon zweimal erlebt. Stromausfälle bis 5 Tage und kein Wasser waren die Folgen. Auch aus diesem Grund wollten wir schon lange einen Notstrom Generator zulegen. Also machten wir uns auf die Suche...
Im Kaufhaus AllDays wurden wir fündig. Einen Diesel Generator 5000 Watt in "silent" Ausrüstung. Wie hierzulande üblich, kauft man kein funktionierendes Gerät! Die Kabel zum Spezial Stecker fehlen. Die Batterie ist defekt. Das Gerät stand 1-2 Jahre im Laden. Das ist hier absolut normal. Batterie hat es natürlich keine an Lager. So fuhren wir unter dem Druck des nahenden Typhoons zu einem Auto und Motorrad Batterie Händler. Dieser hatte aber auch keine Batterie mit den richtigen Anschlüssen...
Wir fuhren zurück zum Verkäufer und verlangen einen Testlauf mit einer funktionierenden Batterie.
Der Testlauf kam zustande. Es wurde eine grössere Batterie eingebaut. So konnten wir hören, wie der "silent" Generator einen Höllenlärm von sich gab. Man kann ihn mindestens 500 Meter weit hören!
Aber er hat wenigstens einen "SILENT" Kleber auf der Front :)

Gegen Abend, es fing bereits an zu regnen, wurde dann der Generator geliefert. Selbstverständlich mussten wir die Kabel bezahlen. Die seien nicht inbegriffen!
Der Trupp fuhr weg und ich fing an die Batterie zu laden. Mittlerweile erfuhren wir online, dass der Typhoon genau über uns ziehen wird. Er wurde am nächsten Mittag erwartet.
Am Morgen versuchte ich den Generator zu starten. Er machte keinen Wank. Dabei sah ich, dass sie wieder die defekte Batterie eingebaut hatten. Welcome in the Philippines.
Also zurück zum Laden und ich verlangte das das Ding zurückgenommen wird. Dies verursachet nun doch etwa Hektik im Laden! Es wurde ein Techniker der Herstellerfirma avisiert. Mittlerweile war der Typhoon da und zog nun zum Glück 150 Km südlicher durch. So bleiben wir vor längeren Stromausfällen bewahrt.

Am nächsten Tag kam ein Techniker und ersetzte die Batterie kostenlos was hierzulande ein kleines Wunder ist. Aber man muss doch noch erwähnen, dass der Generator schliesslich 1650 CHF gekostet hat! Eine menge Geld hierzulande!
Nun haben wir beim nächsten Typhoon einen funktionierende Generator. Der nächste Typhoon heiss gerade mal eine Woche Abstand auf dem selben Kurs...

Den Generator haben wir übrigens nur 3 Wochen später beim Ausbruch des Vulkans Taal über eine Woche non stopp gebaucht! Sie meinen Blog: "Ausbruch des Taal Vulkans"





Auch nach dem Taal Erlebnis haben wir ständigen Stromausfall. Bei jedem kleinen Gewitter, wenn es ein wenig blitzt, fällt der Strom aus. Die Infrastrukturen hier sind absoluter Schrott!

Montag, 1. Oktober 2018

Laden Sonderverkauf in den Philippinen

In einem Waren haus wird discount angeboten. Zugegeben, das ist unwahrscheinlich selten. Entsprechend ist das Resultat:

So sieht ein Ausverkauf in den Philippinen aus!

Wie überall, wird stundenlang angestanden."Line up" nennt sich das. Für einen Europäer absolut unbegreiflich.

Samstag, 26. Mai 2018

Der lange Sommer 2018

Wettersituation

Normalerweise geht der Sommer in den Philippinen von Februar bis Ende April. Februar und Mai sind jeweils Übergangsmonate. Dieses Jahr zieht aber der Sommer voll durch. Seit Anfang Februar bis heute hatten wir in unserer Gegend keinen Regen mehr. Die Natur hat natürlich darunter gelitten vieles ist verdorrst. Allerdings zeigen die hohen Bäume eine enorme Zähigkeit. Es scheint noch genügend Grundwasser vorrätig zu sein.

Die Gebäude leiden unter der dauernden Hitze

Täglich steigt das Thermometer auf 36 Grad. Die Sonnenscheindauer liegt seit Anfang Februar bei täglich 7-8 Stunden! Die Klimageräte vor allem im oberen Stockwerk laufen auf Hochtouren. Dies bringt nicht nur ein hohe Stromrechnung, sondern es trocknet auch das Material aus. Dies zeigt sich überall. Die oberen Stockwerke werden vor allem in Leichtbauweise ausgeführt. Dadurch zeigen sich an den Wänden und in den Bodenbelägen überall Schwundrisse. Ich bin gespannt ob sich die Situation mit Steigender Feuchtigkeit wieder normalisiert.

Der erste Regen

Gestern, hat es nun in 11/2 Stunden 22,2 mm Regen gegeben. Sofort wird das dürre Gras Wiede grün. Aber auch die Insekten erwachen. Am Abend schaltete ich die Aussenbeleuchtung ein. Sofort flogen Tausende von Insekten gegen unsere Hauswand. Ich musste  Insektenvernichter einsetzten um dem Treiben einigermassen Herr zu werden. Ja, egal welches Wetter. Hier hast Du immer zu tun. Die Natur lässt Dir keine Minute Zeit! Ständig kommen Überraschungen auf Dich zu.

Biken in den Abendstunden

Dieses Wetter bringt natürlich auch Vorteile. So zum Beispiel lässt sich abends bei 28 Grad und leichter Luft super Biken. Ich nutzte dies fast täglich. Allerdings wird man auch dann noch mit der Armut hier konfrontiert.

Eine typische Bikerstory 

Wir fuhren neulich um 20:00 Uhr Richtung zuhause. Da überholten wir einen marschierenden Biker. Ich rief dem jungen Boy fragend zu: Ist das Bike defekt? Yes antwortete er mir. Wir fuhren an einem Posten vorbei und nach der Steigung stand ein weiterer junger Boy und fragte mich in Tagalog ob ich seinen Kumpel gesehen haben. Da kam er auch schon gelaufen. Nach einer Weile war klar, die beiden haben kein Geld (120 Peso = CHF 2,35) um den Reifen im Relativ nahen Bikeshop reparieren zu lassen. Ich hatte 100 Peso dabei und meine Gefährtin 20. Natürlich gaben wir das Geld. Die beiden nahmen es zögerlich an. Denn ein Fussmarsch hätte für die Beiden Stunden gedauert!
In diesem Moment fuhr ein Security Pickup vorbei. Ich hielt siede an und bat den Security, die beiden zum Reparaturdienst zu bringen. Die beiden erzählten dem Security , dass wir die Reparatur bezahlt hätten. Dieser staunte und bedankte sich ebenfalls bei uns. So kamen wir zwar ohne Notgroschen aber doch happy wieder zu Hause an...
Zu sagen bleibt normalerweise wären die beiden einfach ohne zu murren gelaufen!

Evolving "Naturpark"

Ein kleiner Flecken hier in Nuvali liess man unbebaut oder noch unbebaut. Ein Weiher wurde angelegt und auf dem Dreckwasser fahren zwei oder drei Boote auf und ab. Im Wasser hat es Kois. Diese werden von den Touristen gefüttert. Die Anlage ist ca. 8 Jahre alt und am Verfallen. Wie alles hier, wird nur für die nächsten paar Jahre gebaut. Die Bauqualitäten sind schlecht. Sehr dünne Platten und Holz welches von den Insekten gefressen wird. Verputz kennt man nicht. Die Gebäude werden lediglich gestrichen und sehen nach 3 Jahren bereits schlecht aus. 
Unter der Woche ist es einigermassen erträglich. Aber am Wochenende fluten Tausende von Manila dieses Plätzchen. Für uns Europäer unglaublich und ein Graus! Zudem sind dann Diebe permanent unterwegs. 

Angrenzend an den Weiher hat es einen sogenannten Regenpark. Der ist in 5 Minuten zu Fuss umrundet. Ein paar Bambussorten und fertig. In der Tageshitze findet man kaum Schattenplätze. Am Abend um 18:00 Uhr, wenn es angenehm wäre im Park zu sitzen, wird dieser sage und schreibe geschlossen! Die ganze installierte Beleuchtung ist demnach für nichts.

Die Attraktionen hier im Allgemeinen sind äussert spärlich und dürftig. Im Vergleich bietet schon der
Parkplatz des Europaparks mehr als hier jede "Attraktion".

        







Hier der "Regenpark" und im Hintergrund eines der zahlreichen Grasfeuer im Sommer.  Diese Feuer werden absichtlich gelegt und sind ein riesiger Umweltfrevel hierzulande!
Es hat zwar Bäume im Park, aber nicht bei den Sitzgelegenheiten. Sodass der Besucher in der Sonne steht. Nutzungsplanung Fehlanzeige. Darum hält sich natürlich der Besucherstrom in Grenzen.


Die Wassersituation im März 2020

Im letzten Jahr herrschte den ganzen Sommer lang Wassernotstand in Manila. Es wurde mit Tankwagen Gebiete notversorgt. Diese Jahr herrsch der Notstand schon lange vor dem Sommer. Das wird heiter werden!


Dienstag, 10. April 2018

Der Versuch eine Zahnreinigung zu erhalten

Für heute hat meine Frau um 11:00 Uhr einen Termin bei einer Zahnklinik in der Umgebung abgemacht. Pünktlich waren wir da, aber hinter der Theke tönte ein sorry hervor, was nichts gutes verhiess. Und richtig, die Zahnpflegerin komme vermutlich um 11:30 aber sicher sei er nicht. Wir waren sehr enttäuscht, hatten wir doch einen Termin vereinbart. Frustriert verliessen wir die Klinik, um bei meinem Zahnarzt einen Termin zu vereinbaren.

Auf dem Weg zum Zahnarzt fuhren wir noch bei der ISUZU Vertretung vorbei. Ich wollte ein Ersatzteil bestellen. Wir warteten über ein Stunde, bis wir endlich bedient wurden. Frust Nummer 2 an diesem Tag aber es sollte noch besser kommen.

Beim Zahnarzt angekommen fragten wir nach einem Termin zur Zahnpflege und siehe da, noch heute um 17:00 Uhr wäre ein Termin frei. Wir fuhren also erst mal nach Hause.

Um 15:00 Uhr rief der Zahnarzt an, dass wir doch um 16:00 Uhr vorbei kommen sollen. Dies taten wir denn auch. Aber, wir warteten und warteten und würden wohl noch heute warten wenn wir nicht um 17:30 Uhr entnervt und ohne ein Chance für eine Message zu erhalten den Laden verliessen.  Frust Nummer 3 an diesem Tag.

Dies reichte uns eigentlich aber wir wagten noch den Schritt in eine dritte Klinik. Dort vereinbarten wir einen Termin für nächste Woche. Ich habe der Sekretärin klar gemacht, dass wir bei grösseren Verzögerungen nach Hause gehen werden.

Mal sehen wie es nächste Woche rauskommt. Ach ja: Its more fun in the Philippines :(


Mittwoch, 4. April 2018


Reisen im Sommer in den Philippinen


Wir haben sehr schöne Tage mit Freunden in Coron verbracht. Die Bilder und Kommentare werden in Kürze meinem Blog: "Rolfs and Juliets Travel trough the Philippines" beschrieben.

Ferien hier sind wunderschön. Das Alltagsleben allerdings ist etwas ganz anderes hier in den Philippinen!

Nun Seit einem Monat hat uns der Alltag wieder und der Kampf zum Erhalt der täglichen Notwendigkeiten geht weiter.

Natürlich sind Reparaturen am Haus eine alltägliche Aufgabe. Einmal gibt ein Türöffner den Geist auf ein andermal kommt die Farbe von den Wänden oder ein WC läuft nicht mehr und so weiter.
Die Lebensdauer der hier gekauften Waren ist äusserst kurz. Vergisst unserer Qualitätswaren in Europa! Hier hält alles maximal 2-3 Jahre! Egal ob Türklinke, Gartenhag oder Hausfarbe.

Das Wetter ist warm. Regen haben wir seit mehreren Wochen keinen mehr. Zum Glück gibts aber immer noch Wasser. Die Pflanzen im Garten benötigen täglich Wasser. Am Tag sind die Temperaturen so um die 32-34 Grad. Abends, wenn der Wind aufkommt, fällt das Thermometer auf rund 25 Grad. Dies ist für einen Aussenaufenthalt sehr angenehm.

Einfach nicht mehr erhältliche Produkte

Wir füttern unseren Hunden seit mehr als 2 Jahren die Marke: "Royal Canin". Seit Januar werden die Philippinen scheinbar nicht mehr beliefert. Welcome in the Philippines again! Selbstverständlich weiss niemand warum und ob es je wieder Ware geben wird . Die Marke ist hier eigentlich sehr populär. Es wird hier einfach geduldet. Das ist das Leben hier. Mal hats mal hats nicht, keine Konstanz.

Aktuell gibt es auch unser Brot, welches mich seit 2 Jahren durch den Alltag begleitet, nicht mehr. Die Mehlmischung wird seit einer Woche nicht mehr geliefert und natürlich weiss keine Mensch oben es je wieder geben wird.


Der einzige Artikel welcher immer verfügbar ist, sind die zahlreichen Hausprospekte welche einem täglich unter die Nase gehalten werden.

Siedlungsorgasnisation

Unser Abfall in der Siedlung wird nicht mehr abgeführt. Wir hatten auch in der Vergangenheit immer wieder mal Probleme damit gehabt. Nun liegt aber endgültig im Argen. Auch fehlen Material und Geräte zum Unterhalt der Siedlungen in der ganzen Nuvali Umgebung. Im zuständigen Office hört man dann allerlei Storys über zu kleine Abfall Lastwagen und Lieferschwierigkeiten, etc. Den wahren Grund haben wir aber heute erfahren. Avida, eine der grössten Gesellschaften für Land und Haus- Angelegenheiten habe die Entsorgungs-Firma seit März 2017 nicht mehr bezahlt. Natürlich sagt einem das hier niemand der Offiziellen! Wie war das doch nochmal: Welcome in the Philippines!

Das Abfallkonzept der Avida in unserem Village.

Seit Monaten wird der Abfall nur noch innerhalb der Mauern unserer Siedlung deponiert. Ein Fest für Hunde Katzen und Ratten. Fragen nach dem Grund sind zwecklos. Jeder sagt etwas anderes und  solange der Dreck nicht in die Hautüre quillt stört die hier niemanden :(


Freitag, 19. Januar 2018

We don't have Sir 


Die Tausenden von Leuten sind nun weg und Nuvali gehört wieder uns. Das Wetter hat sich sehr gebessert. Es regnet kaum noch und die Temperaturen sind sehr angenehm. Tagsüber ca. 29 Grad und nachts um die 24 Grad. Welcome back to life :)

Wir bekommen Anfang Februar Besuch aus der Schweiz und sind dafür am Vorbereiten. Die Strasse zum Flughafen und nach Batangas (die nächste Küste von uns) nennt sich SLEX (South Luzon Expressway). Für diese Strassen muss eine Gebühr bezahlt werden. Natürlich hat es meistens eine Warteschlange vor den Kassen. Aber es gibt den ETC (Electronic Toll Collection). Dies ist ein Kleber mit Elektronik und damit kann man dann einfach durchfahren. Überall wird Werbung dafür gemacht.
Gestern nun waren wir bei der Installationsstelle und wollten den Kleber befestigen lassen. 2 Mitarbeiten schliefen hinter dem Pult und sagten uns dann: Nein, es hat keine Kleber mehr. Kommt in 1-2 Monaten wieder. Das ist einfach typisch. Werbung machen und dann erschrecken, wenn Kunden kommen. Welcome in the Philippines!

Anschliessend wollten wir beim French Baker Brötchen kaufen für das Abendessen. Fast klar, dass es keine hat. Die Mehlmischung wurde nicht geliefert.


Genau das Gleiche mit der Hndenahrung: Royal Canin. Ist auf einmal nicht mehr erhältlich. Mit der grössten Selbestverständlichkeit wird uns mitgeteilt, dass das Produkt hier nicht mehr geliefert wurde! Auch hier niemand weiss etwas. Absolut keine Infos.

Unterwegs bekam ich eine Textnachricht von Globe Telecom, ich solle die SIM Karte ersetzen wegen neuen Dienstleistungen. Da wir in der Nähe der Globe Filiale Santa Rosa waren, gingen wir hin.
Am Empfang wurde ich registriert und dann ging natürlich das Warten los. Über eine Stunde warteten wir bis ich endlich die SIM Karte erhielt. Ich beobachtete in dieser Zeit wie unheimlich lange es geht bis ein Kunde fertig bedient ist! Das kann durchaus mal 30 Minuten dauern.

Ja, es ist ein sehr grosser Unterschied ob man hier Urlaub macht oder hier lebt. Urlaub ist - bis auf die vielen Leute an den Flughäfen - problemlos. 


Anders sieht das aus, wenn man hier lebt...

Montag, 1. Januar 2018

Alles Gute im neuen Jahr 2018 für meine Leser...


Die turbulenten Festtage sind nun vorbei und langsam kehrt etwas Ruhe in unserer Gegen um Nuvali ein. Beim Einkaufen hat es bereits etwas weniger Leute. Die Besucher in den Nachbarhäuser sind wieder zu Hause. Besuch heisst hier in den Philippinen mindestens 4 Autos ums Haus und 20-30 Leute im und ums Haus.

Ich habe neulich die Einwohnerzahl pro km2 nachgeschaut und verglichen:
Bern hat 2'800 Einwohner auf einen Km2, Manila hat 48'700 Einwohner pro Km2. In den übrigen Agglomerationen sieht es nicht viel besser aus. Das sind 17x mehr Leute auf gleichem Raum als bei uns! Dies ist der Grund warum das Land stetig auf Überlast läuft. In jedem Geschäft und bei jeder Tätigkeit siehst Du das Schild: "Line starts here" mit den meist freundlich lächelnden Leute in der Warteschlange.

Bei uns hier in Nuvali ist die Dichte zwar fast Europäisch. Aber, wie gesagt im Dezember fahren täglich tausenden von Manila zu uns in unsere beschauliche Gegend und verwandeln unsere Strassen und Malls in unzugängliche Gebiete... Aber ab 8. Januar ist Schluss :) Dann wird die dafür verantwortliche Lichtinstallation wieder abgebaut. Bis nächstes Jahr im Dezember :(.

Wir waren heute beim Coiffeur. Es hat immer noch unglaublich viele Leute in der Gegend. Es ist noch Schulferien. Nächste Woche wird es besser. Für Ferien sind die Monate November bis Ende Januar absolut ungeeignet. Einmal ist das Wetter nicht besonders gut und eben, die Flut von Leuten überall. Sehr viele Overseas Worker kehren für Weihnachten nach Hause zurück. Sämtliche Transportmittel sind dann komplett geflutet. Auch der Flughafen!

Das Wetter ist übrigens immer noch nicht gut. Wir hatten zwar nun endlich 3 regenfreie Tage. Aber eben im Moment quert der bereits 3. Sturm in 3 Wochen die Philippinen im Süden. Das ist doch ungewöhnlich da wir nun eigentlich in der kühlen. trockenen Zeit wären... An Alle die nicht an eine Klimaveränderung glauben: Wir erleben sie im Moment!





Montag, 4. Dezember 2017

Unser täglicher fight hier in den Philippinen


Ja, der Alltag hier ist wirklich ein Kampf. Man spürt, dass es hier bei vielen rein ums Überleben geht.

Nun zu uns... Nachdem wir endlich eine Kaffeemaschine aus der Schweiz erfolgreich importieren konnten, finden wir nun fast keine Kaffeebohnen hierzulande. Es gibt gemahlenen Kaffee und in den Läden auch minderwertige Bohnen, welche für eine Espresso Maschine nicht geeignet sind. Im Kaufhaus S&R fanden wir eine akzeptable Qualität zu einem akzeptablen Preis. S&R entspricht in etwa unserer "Prodega" in der Schweiz. Es benötigt eine Karte für den Einkauf. Neulich wollte ich ein Paket Kaffee nachkaufen und stand vor einem leeren Gestell! Eine Nachfrage ergab vorerst mal das meistverwendete Wort in den Philippinen: Sorry Sir! No Stock. Natürlich weiss hier niemand ob und wann wieder Kaffee eintrifft. Welcome in the Philippines! Unser Kaffee wird nun - wie so vieles - wieder zum Evaluations-Projekt.

Übrigens, unsere Delonghi Cappuccino Maschine kostete in der Schweiz CHF 500.--. Hier in den Philippinen kostet das genau gleich Modell CHF 2'200. Niemand kann uns sagen, warum der Preis hier derart hoch ist. Wie war das mit der Servicewüste?

Seit Ende November ist hier in der Region - quasi vor unserer Hautür - eine Lichtshow installiert. Obwohl die Show zwar schön aber nichts wirklich besonderes ist, zieht es tausende Leute an. Viele kommen den weiten Weg extra von Manila hierher und machen die ruhige Gegend zur Verkehrshölle!
Zudem sind die Malls überschwemmt von Leuten meist aus bescheidenen Verhältnissen aus Manila. Umfallen kann man nicht. Man hat dazu gar keinen Platz. Es gingen mir Gedanken vom biblischen Heuschreckenschwarm durch den Kopf. Für Europäer das nackte Grauen.
Uns bleibt nichts anderes übrig, als den ganzen Dezember Abends zu Haus zu bleiben. Und dies bis am 7. Januar 2018.
Wie ich schon sagte, es ist täglich ein Kampf. Zum guten Glück ist unsere Subdivision abgeriegelt. Das gibt uns etwas Ruhe und der Verkehr bleibt vor der Tür. Aber nicht alle hier können sich derart zurückziehen!

Ich hatte mir vor einem Monat einen Quadcopter bestellt und bezahlt. Die Firma heisst RC-Moment. Der Quadcopter wurde prompt geliefert, kam aber nie an. Nachforschungen ergaben, dass das gute Stück vom Zoll (Custom) festgehalten wird. Nicht aber warum. Ich verlor schon mal eine Sendung durch den Custom und die Story startete genau gleich. Man kann sich ja vorstellen, was damit passierte. Letztes Mal bekam ich durch Aliexpress das Geld zurück. RC-Moment bisher nicht.
Ich beschloss zu kämpfen und bombardierte den Zoll mit täglichen eMails. Mal kam eine Standardfloskel zurück und meist gar nichts.

Gestern nun beschlossen wir, dass Minda (unsere Haushaltshilfe) nach Manila fährt um direkt vor Ort nachzufragen. Natürlich musste sie stundenlang anstehen, das ist hier absolut normal. Hier wird angestanden: Beim Einkauf, bei der Bezahlung von Rechnungen, an den Kassen und überhaupt grundsätzlich überall!
Minda bekam zur Auskunft, dass der Custom das Paket nicht ausliefert, weil mein Name nicht draufsteht! Die Sendungsnummer konnte ich aber belegen und dort stand mein Name und unsere gesamte Adresse drauf und dies ist ein Einfamilienhaus! Minda musste wieder nach Hause fahren und für mich ist der Quadcopter verloren. Its more fun in the Philippines, aber nur möglichst weit weg!
Minda beobachtete übrigens, dass ein Deutscher nahe dem Nervenzusammenbruch weinte, weil man ihm den TV für Weihnachten nicht aushändigte. Das ist der Behördenwahnsinn hier in den Philippinen. Absolut unhaltbare Zustände!

Heute war Minda noch nach Calamba gefahren, um unsere Grundstücksteuer zu bezahlen. Müssig zu erwähnen dass sie dies nur nach stundenlangem Anstehen tun konnte. Vielen Dank Minda!

Ihr wollt noch etwas Positives lesen? OK, kann ich verstehen.

Uns geht es trotz all den schlechten Erfahrungen relativ gut. Solange man nichts von Behörden haben muss ist es ganz ok. Aber eben nur dann...
Es grüsst Euch Alle Euer Rolf Sigrist

Samstag, 29. Juli 2017

We are back in the Philippines

We are back in the Philippines


After 3 months in the high quality service country Switzerland in the first world are we back in the service desert Philippines. In just 3 months there is a lot of defects in our house and also on the appliances in the house:

1. The lighter of the new Gas-Grill its defect by leaking battery. Ok, this is our mistake. We like to order the part by All Home in Nuvali. Result: No answer

2. The Samsung double sided Ref its defect by always power lost (brown out) trough the Serviceprovider Meralco. We order the Service for Samsung. Result: No answer no call.
I place a couple of mails by Merlaco for to complain about the frequently power loss in our region. Result: No answer.

3. We have Termites in the garden. 4 Insect hunters remove it and spray a lot of poison material in the garden (I know its necessary). Thank you for the good work this time...

4. There are many cracks in the walls inside and in the wooden ceiling. I need two days to solve it.

5. We like to order 8 peaces of garden lamps. Result: No answer. All Home Nuvali.

For all European readers. No, thats not a joke thats how "service" works in the Philippines. They even don't know the word about!

Sorry to all Philippines. But, for us European is this an unbelievable situation. Yes, here you have to improve all and everything. Not only the traffic discipline and trimendes the traffic problems...

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Unser Hausausbau

Der Start 

Wir entschlossen uns bei unserer 3 monatiger Reise Ende 2011, ein Haus in Ridgeview zu kaufen. Die Siedlung liegt im sehr schönen Nuvali-Gebiet und wird in der Mitte von einem Park durchzogen. Genau an diesem Park steht nun unser zu Hause.

Das Haus wurde im sogenannten Basic Standard errichtet. Das heiss konkret: Aussen festgestellt innen unten fertig oberer Stock eine leere Halle. In den Philippinen sind die Deckenbereiche höher als in Europa. Dadurch wird ein a Ceiling notwendig. Für diesen Deckenabschluss gibt es hier tausend Möglichkeiten. Avida (Ayala Land corporation baut im Basic Standard ein einfaches ceiling oben und unten ein. So kauften wir das Haus und es wurde in den Jahren 2012- 2014 gebaut. Die Bauzeit ist hierzulande mindestens doppelt so lange wie in Europa dafür dreimal ungenauer :)
Das Haus stand dann von Juli 2014 bis zu unserem Umzug im November 2015 leer



Hier aus dem Prospekt



Und hier der Floorplan standard Haus Typ Jasmine
Die Philippinen sind Meister im Prospekte kreieren. Da sieht alles super aus, aber...


Die Leidensgeschichte beginnt

Ende November 2015 quartierten wie (mein Frau Juliet und ich) uns in einem Hotel in Paseo Nuvali ein. Sofort begann wir mit der Evaluation für den Hausausbau. Zuerst musste ich mich mit den Gepflogenheiten der Brauerei in den Philippinen auseinander setzten:

Ein Bauteam besteht aus:
1. Dem Kontraktor: Er hat die Gesamtaufsicht der Technik und der Finanzen ist also der Projektleiter
2. Dem Architekten: Die gleich Rolle wie in der Schweiz
3. Dem Engineer: Er ist verantwortlich für die Statik und die Elektrik
4. Dem Foreman: Das ist in der Schweiz der Bauleiter
5. Dem Team ein bis mehrere Dutzend Arbeiter

Für einen Hausausbau sind jede Menge Papiere notwendig und überall verschwinden wieder ein paar hundert Peso ansonsten wäre die Wartezeit um Monate verlängert!

Unser ehemaliger Hausverkäufer hat meiner Frau im Vorfeld versichert, dass er einen Kontrakor bereit habe. Wir sollen anrufen wenn wir hier sind. Dies taten wir denn auch und verabredeten uns für den kommenden Samstag. Ich hatte genaue Vorstellungen für den Ausbau und Pläne erstellt. Am Samstag rief der Kontakt an und meinte der Kontraktor haben einen Notfall und komme am Sonntag. Am Sonntag rief er wiederum an, er haben wieder einen Notfall und komme dann nächste Woche. Da haben wir den guten Mann ausgeladen. Juliet rief die ehemalig Chefin des Hausverkäufers an und diese vereinbarte ein Meeting mit einem ihrer Kunden.

Bald darauf erschien 2 Vertrauens erweckende Gestalten in Form von S dem Kontrakt und K seinem Engineer. Wir schilderten unser Vorhaben und die beiden begann ihr Werk.
Wenige Tage später lagen die Pläne vor und sahen gut aus. Auch finanziell wurden wir uns einig und fühlten uns gut aufgehoben. Wir unterschrieben einen Vertrag und bezahlten den Ausbau im Voraus (ja, leider). Im Januar schauten wir uns in den Baumärkten um und gestalteten unser neues heim in Gedanken und auf Papier.

Anfang Februar 2016, der Ausbau beginnt

Rund 15 Mann werkelten in und ums die Baustelle. Wir wollten ungefähr folgendes realisieren:

1. Umzäunung des Grundstücks mit Beleuchtung
2. Anbau von rund 20 m2 mit Lager, Waschraum, Maidsroom
3. Wechseln der öden oben und unten
4. Raumeinteilung oben
5. erstellen WC unten und Küche mit Kochinsel

Anfänglich sah es gut aus. Es wurde vorwärts gearbeitet und die täglichen Überraschungen wurde gemeistert. Wir hatten ein altes, zähes Männchen als Foreman. Diese schien wirklich gut zu arbeiten.
Eines Tages rief uns S an, wir sollten auf die Baustelle kommen.
Im unteren Stockwerk hatte die Mannschaft das bestehende ceiling der Avida geöffnet. Hervor kam absolut billigstes Material. Das Billigste was es überhaupt zu kaufen gab. Es war nicht sicher, wie lange die Decken hängen blieben :(. Auch oben schaute es schlecht aus das nackte Unterdach lächelte einem an. Keine Isolation, nichts. 
Nach Rücksprache mit S entschieden wir uns, die Ceilings komplett zu erneuern und das Unterdach zu isolieren.
Die Tage vergingen und die Mittel auch...
Unterdessen wollten viele Bewohner ihr Haus mit unserem Team ausgebaut haben. S und wir beschlossen, zusammen zu arbeiten. Ich investierte in eine Baufirma, welche durch S geführt wurde.

Der Unteraccordant

Wegen des miesen Materials und etlichen Mankos des Basic Ausbaus kontaktierten wir die Baufirma. Nach längerer Zeit kam es dann zu einem Meeting zwischen der Baufirma und dem Unterakkordanten.  Es kam heraus, dass die Avida zwar 6,2 Mio PhP für ein Haus mit Land und Basicausbau verlangte. Dem Unterakkordanten stellten sie aber lediglich PhP 800'000 für den Bau des gesamte Hauses zur Verfügung. Zum Glück hatten wir nicht den Vollausbau gekauft. Wir hätten alles wegschmeissen müssen!

War unser Kontraktor am Anfang täglich und fast ständig auf der Baustelle, jagte er nun irgendwelchen Projekten hinterher und dies sehr erfolgreich. Wir hatten Projekte ihm Transportwesen, Bau, und Manpower Business. Es löste bei allen Beteiligten eine Art Euphorie aus. Dem Ausbau tat dies aber nicht gut. Die Arbeiten wurden schleppend. Wir sahen von Woche zu Woche keinen Fortschritt mehr. Die Situation wurde noch erheblich schlimmer, als wir ein 2. Ausbauprojekt unweit unseres eigenen Hauses starteten. Die Arbeiten und Geräte teilten sich auf einmal die Baustellen.

Die finanziellen Mittel wurden immer weniger. Nur S erzählte uns leider nicht die Wahrheit. Er jagte nun Geldgebern hinterher und war bei der Auswahl nicht gerade wählerisch. Ab und zu erfuhren wir was auf Umwegen. Mir wurde langsam um unser Geld bange!

Der Gartenweg

S kam einmal mit einem Gärtner daher. Dieser startete den Aussenausbau. Mittlerweile waren nämlich 3 Monate vergangen. Eigentlich sollte das Haus nun fertig sein. Aber da waren noch unzählige Baustellen. Der Gärtner goss den halben Weg ums Haus. Dann stellte er die Arbeit ein und wollte das Geld im Voraus. Obwohl vereinbart war, 50% vor und 50% nach der Arbeit. Wir hatten nun einen halben Weg uns Haus und die Arbeiter Trugren täglich den Dreck ins Haus! Unser Kontraktor entliess den Gärtner und bezahlte diesen noch voll, obwohl er die Arbeit nicht fertiggestellt hatte. Ich protestierte heftig und bekam einer meiner immer häufiger werdenden Wutausbrüchen!

Ein neuer Gärtner kam und sagte, er können den Weg nicht fertigstellen, da der Stempel für das Muster im gegossenen Beton fehlte. Es gab nur einen einzigen Stempel in der ganzen Region und der war nun mal in Manila. Er meinte so in 2 Monaten könne er den Stempel erhalten. Es folgte wiederum ein Wutausbruch. Nach diesem hatte wir am nächsten Tag auf einmal einen Stempel hier. Welcome in the Philippines. In der Hölle für Bauherren.

 Bei jedem Baustellenbesuch standen die Leute nur herum. Kein Baumaterial. Wir mussten nun täglich Material kaufen, welches schon mal bezahlt war. Wir benötigten 5 Klimageräte, welche ich nun ebenfalls zum 2. mal bezahlen musste. Es zerrte an den Nerven und an den Finanzen.
Der Ausbau wurde immer mehr zum täglichen Horror. Es rächte sich nun, dass wir anfänglich nicht ständig auf dem Bau anwesend waren!

Es braucht unbedingt Überwachung

Eines sei hier gesagt. Der Filipino ist ein Meister aus nichts oder fast nichts etwas herzustellen. Allerdings ist die Qualität dann diskussionslos lausig. Alles fällt nach wenigen Woche wieder auseinander. Der Umgang mit Werkzeugen oder Qualitätsarbeit: Fehlanzeige. Wenn einer mal einen Draht isoliert hat ist er Elektriker. Wenn einer mal im Sand gerührt hat ist er Maurer. Absolut unglaublich und lausig was hier abgeht. Es braucht wirklich ständige Überwachung.
Arbeitsleistung wie in Europa? Absolute Fehlanzeige!

An einem Montag Morgen kommen die Leute so um, 10- 11 Uhr Vormittags langsam abgetrudelt. Dann heisst es: Traffic Sir. Dann wird zuerst mal Gefrühstückt um dann am Mittag schon wieder einen Brake einzulegen. Es ist unglaublich. Das Arbeite tempo ist mehr als nur gemächlich.

Wir wussten, dass wir genügend Zeit einrechnen mussten. Aber wir lebten in einem Mietshaus und die Kosten liefen!

Für ein kleines Guardhaus zur Kontrolle der Durchfahrt benötigen die Bauarbeiter sage und schreibe 5 Monate! Unglaublich. Sowas wird in Europa an einem Nachmittag aufgestellt!

Hier wird gearbeitet wie vor dem 1. Weltkrieg. Schiefe Mauern, schräge Häuser, Wellige Fassaden usw...

Von Weitem siehts noch gut aus. Aber aus der Nähe. Au weia...

Im Januar erfuhren wir dann, dass wir weder Strom noch Internet haben werden. Langwierige Abklärungen ergaben, dass sich in einer Siedlung mit 700 Häusern niemand darum gekümmert hat, das die Häuser mit Kabel Anschluss versehen werden.
Die leerstehenden Häuser werden einfach stundenweise mit Generator Strom versorgt. Dieser ist wellenförmig und macht jede Elektronik kaputt. Die Gesellschaften hier mit ihrer Panik vor unbezahlten Rechnungen lassen es nicht zu, ein leeres Haus mindestens mal ans Stromnetz anzuschliessen. Man fand es nicht einmal für notwendig, mindestens mal einen Anschluss mit Zähler vorzubereiten. Es begann ein täglicher Kampf um Strom.

Da die Leute hier nichtfähig sind zu messen und zu planen, wurden Elektrogeräte für unser Haus zur frühesten Phase gekauft, damit diese nachher umbaut werden können. Dieser Steinzeit Technik hat zur Folge, dass die Geräte angeschlossen werden und von den Bauarbeitern genutzt werden. Und dies mit Generator Strom. Wir haben uns täglich davon überzeugt, dass die Geräte nicht angeschlossen wurden.

Die Einbauschränke Custom made :(

Die Einbauschränke wurden von Hand gesägt ohne jede Hilfe! Das Resultat alles ist schief und schräg. Das stört hier niemanden. Man muss froh sein, wenn die Küche nicht aus Abfallholz gefertigt ist wie in unserem Mietshaus. Unsäglich wüst. Heute noch gerade Schranktüren sind spätestens nach 2 Jahren plötzlich verzogen!

Leichtmaterialien

Es wurde Mai, Juni, Juli, das Haus war nicht fertig. Es wurde n un immer mehr klar, dass wir diverse Vertragsobjekte nicht erhalten werden. Dach über dem Fahrzeug, Dach über dem Sitzplatz, Treppenlift für meine Frau in den oberen Stock, Waschmaschine, etc. alles bezahlt aber nicht erhalten. Die Situation war und ist deprimierend.

Die Baumaterialien sind so, dass man sie ständig pflegen muss. Ich laufe jede Woche mit dem Rostumwandler dem Zaun entlang. Das Dach des Vorraums und des Maidsrooms musste bereits erneuert werde. Die Qualität ist - man kann es nicht genug sagen . einfach nur lausig. Die erbarmungslose Witterung hier würde aber top Material voraussetzen um einigermassen eine Lebensdauer zu erhalten. Wie schön wäre ein Obi oder Bauhaus hier. Aber nein alles nur dünn und klein und winzig und und und...

Bei allen Häusern hier sind die Mauern sehr dünn (Ca. 12 cm). Daher kann man im oberen Stockwerk nur mit Leichtmaterialien bauen. DAs heisst ausschliesslich Sperrholzwände. Dies bedeutet, dass nach einem Jahr überall Risse entstehen und es sieht aus wie in Draculas Schloss nach 5 Jahrhunderten!
 
      


Ja, es gibt Japanische Farben und Deutsche Durchlauferhitzer aber dann hat es sich... Den Kombi Kühl und Tiefkühl- Schrank haben wir zu einem Exorbitanten Preis von Samsung gekauft. Ein absolutes Muss hierzulande.
Eine Kaffeemaschine von Delonghi oder Saeco kostet hier ca. Euro 2100.--. Die gleichen Modelle gibt es in der Schweiz für CHF 700.-- Es ist also nicht alles billiger hier.

Es gibt auch Gutes zu berichten. Das Dach der Häuser ist absolut dicht. Allerdings zeichnet sich jetzt bereits ab, dass dieses nach ca. 5 Jahren ebenfalls wieder erneut werden muss. Welcome in the Philippines...

Was wir erst 4 Jahre nach dem Bezug des Hauses erfuhren ist, dass das Dach ohne jährliches Erneuern der Fugen doch nicht so dicht ist. Dass in beiden Mauern links und rechts 2 Rohrübergänge nur mit Lumpen und -zement zusammengebaut wurden. Beides haben wir nun für viel Geld erneuert!

Ein paar Bilder zum Rohbau


Man beachte die dünnen Mauern. Das zieht sich dann bei den Fenstern und Türen weiter. Im oberen Stock werden grundsätzlich nur Pavatex Platten verbaut. Das garantiert Risse allenthalben nach kurzer Zeit und überall. Alles ist kaum und schief. Nichts passt zusammen.

Sie mögen jetzt sagen um Gottes Willen! Jas, richtig, nach unserem Massstab unbrauchbar. Wenn sie aber die Löcher der meisten Leute hier sehen, dann ist es super Luxus! Alles eine Frage des Blickwinkels...

Buchstäblich aus dem Dreck wir gebaut. Abdeckungen auch im Haus gibt es schlicht nicht



Hier ein Beispiel in einer Mall. Zuerst wird gepinselt natürlich ohne Abdeckung. Dann wird der verschmierte Teil wieder überstrichen und damit auch wiederum das erste Objekt. Man glaubt es nicht wenn man es nicht gesehen hat. Und hat absolut System! Genau wie bei den elektrischen Installationen. 2 Kabel werden grundsätzlich von Hand zusammengedreht und mit Isolierband umfahren. Die Kabel liegen dann im Dachboden bei bis zu 40 Grad. Nach kurzer Zeit fallen dann nach und nach die Lichter aus, weil sich die Kabel lösen. Der ganz normale Wahnsinn hier...

Was das Leben nicht leichter mach: Jeder hier erzählt was er gerade mag und dabei niemals das Gesicht verliert!

Das Schlimmste hier ist: Jeder erzählt wie grossartig er ist und was er alles kann und wer er alles kennt. Anfänglich glaubten wir dies sogar und kamen in Teufels Küche deswegen. Heute wissen wir: Es wird alles nur gelabert... Geliefert wir nichts rein gar nichts!!!
Niemand erzählt hier die Wahrheit. Völlig grundlos und ohne ersichtlichen Grund wirst Du hier ständig angelogen. Es ist ein stetiger Frust. Nach unzähligen Negativerlebnissen habe ich mich völlig zurückgezogen und meide Kontakt zu Einheimischen. Über ein hallo hinaus geht nichts mehr. Es gibt ganz selten mal Leute welche über die Nase hinaus denken. Das hat aber hier Seltenheitswert!

Haurenovation

Renovationen sind hier eine Daueraufgabe und ein fester monatlicher Budgetposten. Die Materialien sind sehr kurzlebig. So geht ständig irgend etwas defekt. Kaum ist eine Fassade gestrichen, verbleicht sie nach kurzer Zeit oder blättert ab. Reinigen vor dem Streichen oder entfernen der alten Farbe weiss hier niemand wie das geht. Es wird einfach solange überstrichen, bis die Farbe abblättert!
Hier ein Beispiel eines Edelgerüsts. Die meisten sind einfach Holzstangen aus Abfallholz!


Auf solchen Stangen wird herumgeturnt und einfach ein wenig gestrichen. Fertig ist die Renovation und hält garantiert 4 Monate :).

Intensive und ständige Renovation der Häuser

Wenn die Häuser aus Billigmaterialien nicht ständig renoviert werden, sehen sie nach 3-4 Jahren so aus:


















Häuser des Mittelstandes

In solchen Telefonzellen wohnen sehr viele Leute hier. Und natürlich mit Grossfamilien :):


































So sieht das Ganz von oben aus :(

Hier noch ein Haus eines caretakers auf dem Lande..




Es geht aber noch viel schlimmer, zum Beispiel in Manila...




Kein Wunder, dass viele unser jammern wegen der Bauqualität nicht verstthen. Wie sollen sie auch...





So funktioniert die Wasserversorgung: Es wird meist 2 x pro Tag Wasser in erhöhte Tanks gepumpt. Voila das wars. Entsprechend ist auch der Wasserdruck sehr dürftig. Vor allem wenn viele Häuser in den Siedlungen besetzt sind.




So wird der Strom geführt. Transformer einfach in der Luft! Wenn es stark windet oder gar regnet, dann bedeutet dies meist Stromausfall wie so oft hier.


Beim jüngsten Ereignis, dem Ausbruch des Taal Vulkans mussten alle diese Masten von Hand gereinigt werden. Dies dauerte fast eine Woche. Einfach nur unglaublich.

In diesem Zusammenhang noch gut zu wissen...

Die Servicewüste Philippinen

Die Philippinen sind eine Kunden- und Service Wüste. Zwei Beispiele.
Von 8 Lampen die wir gekauft haben ging die Hälfte nicht! Von 2 Durchlauferhitzern fürs Bad ging einer nicht. Das Gasrechaud aus Spanien in der Küche war defekt. Reparatur nur nach mehrmaliger Intervention und heftigen Disput. Sie wollten zuerst Wegegeld und das in der Garantiezeit!
Natürlich liefen auch die Überwachungskameras nicht alle. Wir mussten Zig mal anrufen und den Gotteswillen anhalten. Bis endlich jemand kam. (Ueberwachuzngskameras sind hier absolut notwendig. Sonst ist alles weg.)

Die Internet Leitung für 75 Euro im Monat sollte 100 Mbit liefern. Meistens sind es deren 2-30 Mbit. Dieses hat zwar in den letztren 2 Jahren etwas gebessert, dafür haben wir ständig Stromausfall!

Bei erneuter Reklamationen kamen zwei Superhelden, werkelten ein bisschen am Kabel rum, zuckten die Achseln und gingen wieder. Das Problem liegt in der ganzen Region. Die Philippinen haben eines der langsamste Backbone Netzte Weltweit!

Neulich erhielt ich eine Mahnung von dieser Gesellschaft (Globe Telecom). Rechnung aber keine! Nach mehrmaligem Nachfragen erhielt ich die Rechnung und bezahlte sie unverzüglich. Natürlich kann in der Folgewoche wieder eine Mahnung. Nach meiner Intervention schrieb man mir dass sie den Betrag in ihrem System sehen sorry Sir. In der Folgewoche kam dann die Rechnung für den nächsten Monat. Natürlich mit wieder zusätzlich mit dem Betrag vom Vormonat. Wieder entschuldigte man sich und teilten mir mit: Wir können keine andere Rechnung erstellen. Nun bin ich gespannt auf die Rech nun im Dezember... Es sind lauter Dilettanten am Werk und die machen den Aufenthalt hier zur Hölle!

Für ein Elektrofahrzeug für immerhin 4000 CHF, gibts 3 Monate Garantie!

Bezahlen von Rechnungen

Lieber Leser, nach meinen bisherigen Ausführen werdet Ihr nicht wirklich staunen wenn ich Euch sagen muss, dass nichts aber auch gar nichts per Banktransfer funktioniert. Dann hätten nämlich die Tausenden Panzerfahrzeuge für den Bargeld Transport nichts mehr zu fahren und die Luft würde sauberer. :(
Praktisch für jede Rechnung, welche natürlich per Security überbracht wird, muss man in einem anderen Office bezahlen. So muss ich jeden Monat eine Tour durch die Bezahlbüros unternehmen. Müssig zu sagen dass überall gewartet werden muss. Vielfach heisst es dann: Sorry Sir, Offline...

Philippinischer Banktransfer bei der Philippine National Bank

Neulich musste ich für die Hausversicherung einen Betrag auf die Metrobank einzahlen. Also ging ich blauäugig zu meiner Bank die PNB (Philippine National Bank) und wollte den Betrag auf die Metrobank überweisen. Ow, das gab einen Aufrur. Alle waren nervös und liefen mit dem Zettel herum bis dann ein Chef sich ein Herz fasste und mir mitteilte, dass ich diese Betrag hier abheben solle und dann bei der Metrobank einzahlen gehen. Welcome in the Philippines! Steinzeit Banking!

to be continued :)